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Freudentränen und Standing Ovations: TG Rotenburg siegt gegen Hofgeismar/Grebenstein

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Von: Alicia Kreth

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Jubel in der Kabine: Rotenburgs Handballer feiern den Heimsieg gegen Hofgeismar/Grebenstein.
Jubel in der Kabine: Rotenburgs Handballer feiern den Heimsieg gegen Hofgeismar/Grebenstein. © Privat

Es war ein emotionaler Nachmittag am Samstag in der Großsporthalle in Rotenburg. Die Partie der TG Rotenburg gegen die HSG Hofgeismar/Grebenstein in der Handball-Landesliga-Abstiegsrunde stand ganz im Zeichen der Verabschiedung der beiden Rotenburger Drazen Cica und Boze Balic.

Rotenburg – Es gab bewegende Worte und lustige Anekdoten. Es gab Geschenke und freundschaftliche Gesten. Und ja, die Handball-Hünen hatten nach Abpfiff auch Tränen in den Augen. Zum Abschied schenkte die TGR den scheidenden Kroaten einen überzeugenden und verdienten 31:24 (12:10)-Heimsieg.

„Es war ein sehr schöner und emotionaler Abschluss. Diese fünf Jahre werden für mich unvergesslich bleiben. Ich hatte den besten Trainer der Welt und die Jungs haben mir viel geholfen“, sagte Drazen Cica nach Abpfiff. Für den 32-Jährigen, den es beruflich nach Darmstadt zog, war es auch das letzte Spiel seiner Handball-Karriere. „Ich habe zu Alex Dick gesagt, dass ich ohne ihn nicht mehr spielen will. Wir waren ein super Duo.“

Liefen zum Abschied noch mal zur Hochform auf: Drazen Cica (links) und Boze Balic.
Liefen zum Abschied noch mal zur Hochform auf: Drazen Cica (links) und Boze Balic. © Alicia Kreth

Und der Torwart lief in seinem letzten Spiel noch mal zur Hochform auf – genau wie Teamkollege Boze Balic. Cica war bei den ersten beiden Aktionen der Gäste zur Stelle und sorgte dafür, dass Tomislav Balic die Gastgeber mit 1:0 in Führung bringen konnte. Doch die Gäste schlugen zurück, übernahmen die Führung und erarbeiteten sich bis zur 13. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung, der auch beim 3:6 (18.) noch Bestand hatte.

Die TGR kämpfte sich wieder heran, glich zunächst durch Petar Cutura zum 6:6 (22.) und wiederum vier Minuten später durch Timon Groth zum 9:9 aus – auch weil die Rotenburger nun sicherer in der Deckung standen und die Gäste mehr Fehler im Angriff machten. Das Team von Trainer Robert Nolte drehte so die Partie und ging mit einer 12:10-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel gaben die Rotenburger ihren Vorsprung allerdings sofort wieder her, da Kristap Svank für die Gäste zum 14:14 (36.) ausglich. Davon unbeeindruckt zeigten sich anschließend die Gastgeber. Während Torjäger Boze Balic (3) seine Qualitäten von allen Positionen zeigte, war der pfeilschnelle Timon Groth bei Tempogegenstößen nicht zu bremsen und vollendete den Lauf der Rotenburger zum 19:14 (40.) – die Vorentscheidung in diesem Spiel.

Freude pur: Drazen Cica (von links), Luca Hagemann, Wolfgang Mondel, Petar Cutura, Julian Fischer, Janik Hagemann und Martin Harbusch
Freude pur: Drazen Cica (von links), Luca Hagemann, Wolfgang Mondel, Petar Cutura, Julian Fischer, Janik Hagemann und Martin Harbusch. © Alicia Kreth

Zwar verkürzte die HSG noch mal auf 20:17 (43.), doch die TGR erarbeitete sich mit einer unglaublichen Energieleistung in der Deckung die Sicherheit für ihr Spiel. So zog das Nolte-Team über 24:17 (47.) auf 28:19 (55.) davon.

Jeden Treffer und jede Parade von Cica, der in der Schlussphase auch zwei Siebenmeter parierte, bejubelte die Rotenburger Bank nun frenetisch. Unter stehenden Ovationen der Zuschauer sorgte dann Janik Hagemann für den 31:24-Endstand, mit dem die Rotenburger auch den Verbleib in der Landesliga sicher haben.

„Ich bin tief beeindruckt. Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, sagte Robert Nolte nach Abpfiff und ergänzte: „Das war alles sehr emotional für mich. Cica ist ein Mentalitätsmonster und Boze habe ich fast väterlich aufgezogen. Es war mir eine große Ehre.“ (Alicia Kreth)

Statistik

TG Rotenburg - HSG Hofgeismar/Grebenstein 31:24 (12:10)

Rotenburg: Cica, Dick - Harbusch (5/4), Cutura (2), N. Fischer (2), Groth (5), J. Hagemann (5), T. Balic (1), Golkowski, Reyer, B. Balic (7), Schuhmann (2), Hartung (2).

Hofgeismar/G.: S. Schröer, Di Palma - Ockel (1), Svank (5), Schildknecht (6), Pforr (2), Schröder, P. Schröer, Koch, Kurban (5), Seuthe, Fehling (3/1), Gerhold, Gemmecker (2).

SR: N. Fikus/J. Schmidt. Zuschauer: 100.

Siebenmeter: 4/4:1/3 - Zeitstrafen: 4:10 Minuten

Spielstände: 1:0 (3.), 1:3 (9.), 3:6 (18.), 6:8 (23.), 9:9 (26.), 12:10 - 14:14 (36.), 19:14 (40.), 20:17 (43.), 24:17 (47.), 28:19 (55.), 29:23 (57.), 31:24.

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