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Handball: TG Rotenburg plagen Personalsorgen

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Von: Rainer Henkel

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Im Anflug: Jan Dobriczikowski (in Blau). Der Neuzugang aus Melsungen schlug gut ein in Rotenburg, plagt sich zurzeit allerdings mit einer Verletzung an der Wurfhand herum.
Im Anflug: Jan Dobriczikowski (in Blau). Der Neuzugang aus Melsungen schlug gut ein in Rotenburg, plagt sich zurzeit allerdings mit einer Verletzung an der Wurfhand herum. © Alicia Kreth

Sie haben die Woche zur Analyse genutzt: Warum stehen wir da, wo wir stehen? Die Antwort für Robert Nolte, Trainer des Handball-Landesligisten TG Rotenburg: „Wir müssen immer wieder improvisieren, können uns ja keine Spieler schnitzen.“

Rotenburg – Mit diesen Voraussetzungen geht es für den Drittletzten der Tabelle ins schwere Auswärtsspiel zur HSG Fuldatal/Wolfsanger. Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr in der Sporthalle in Fuldatal-Ihringshausen, nördlich von Kassel.

Nolte zählt auf, wer ihm derzeit Sorgen bereitet. Allen voran schmerzt der erneute Ausfall von Maurice Reyer im Innenblock, der gerade erst wieder den Anschluss geschafft hatte. Luca Hagemann braucht nach seiner langen Verletzung noch Zeit, Martin Harbusch war krank, Boze Balic ist angeschlagen, Jan Dobriczikowski durch seine Handverletzung gehandicapt. Niclas Fischer ist im Studium stark eingespannt, Petar Cutura fällt berufsbedingt aus.

„Wir haben einen Matchplan“, erklärt Nolte. Und der hatte im Heimspiel gegen Eschwege am vergangenen Wochenende auch 40 Minuten lang geklappt. Dann allerdings schwanden die Kräfte. „Mit denen müssen wir haushalten“, weiß der Trainer. „Dann können wir jeder Mannschaft beikommen. Wir müssen kompakt in der Abwehr stehen und im Angriff konsequent sein, dürfen nicht zu früh abschließen – denn dann kommt die Antwort des Gegners sofort. Da hat jeder eine Ballverantwortung.“

Fuldatal/Wolfsanger wäre für Nolte Titelfavorit, wenn nicht Großenlüder/Hainzell aus der Oberliga abgestiegen wäre. Dem Tabellenführer lieferten die Kasseler in der Vorwoche einen irren Kampf, an dessen Ende sie mit dem kaum glaublichen Resultat von 39:40 unterlagen – es war ihre erste Saisonniederlage.

Fuldatal/Wolfsanger ist für den Rotenburger Trainer eine „hochinteressante Mannschaft“, aus allen Positionen torgefährlich, mit einem starken Torwart als Rückhalt. „Auch unter Druck spielen sie sehr sicher ab“, weiß Nolte, wie schwierig die Kombinationen der HSG zu unterbinden sind. „Vor allem aber haben sie einen großen Kader und so auch mächtigen Konkurrenzdruck. Bei uns stellt die Mannschaft sich von selbst auf.“

(Rainer Henkel)

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