Handball-Landesliga Männer

TGR-Trainer Robert Nolte: „Es fehlt in der Breite“

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Das Jugendtrikot kann in den Schrank: Maurice Reyer trägt künftig nur noch das gelbe Hemd der ersten Mannschaft.

Einige junge Spieler sollen bei den Landesliga-Handballern der TG Rotenburg die Lücken füllen, die Leistungsträger hinterlassen haben.  

VON THOMAS WALGER

Rückkehrer Niklas Fischer, der den Hünfelder SV verlassen hat, Simon Golkowski, Tomislav Balic, Boze Balic, Maurice Reyer, Martin Harbusch, Jan-Oliver Holl, Luca Schuhmann und Jonas Barzov als Feldspieler sowie das Torwartduo Alexander Dick und Drazen Cica – das ist das Gerüst, mit dem die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg am 14. September im Heimspiel gegen den Rivalen TV Hersfeld in die Saison starten.

Hinzu kommen die jungen Lukas Günther, Christopher Gerlich und Julian Fischer, die eigentlich in der zweiten Mannschaft in der Bezirksoberliga Erfahrungen sammeln sollten. Nun wird es für sie wohl Einsätze in beiden TGR-Männerteams geben.

Die Personaldecke ist knapp bemessen, gerade wenn man berücksichtigt, dass die beiden Balics schon in der vergangenen Saison recht verletzungsanfällig waren. Dabei mag auch das Alter eine Rolle spielen. Tomislav ist gerade 36 Jahre alt geworden, Boze ist mit 31 auch kein Jungspund mehr. Beide bissen aber oft auf die Zähne und spielten, obwohl sie nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

Hinzu kommt, dass Jonas Barzov laut seinem Trainer Robert Nolte nach einer schweren Schulterverletzung, die eine Operation nach sich zog, „noch Zeit braucht, um Kopf und Körper wieder in Einklang zu bringen“.

„Der Kader ist etwas zu klein. Es fehlt sicherlich in der Breite. Aber man kann sich die Spieler ja nicht backen“, sagt Robert Nolte. Die Verantwortlichen im Verein und er selbst auch hätten sich sehr um Neuzugänge bemüht, bestätigt er. Doch die Bemühungen der vergangenen Monate waren - von Niklas Fischer abgesehen - vergeblich.

„Unsere zweite Mannschaft können wir ja auch nicht personell plündern“, stellt Robert Nolte fest, sonst werde sie als Aufsteiger in der Bezirksoberliga nicht wettbewerbsfähig sein. „Zum Beispiel Christian Eimer könnten wir in der Ersten gut gebrauchen, aber er ist beruflich sehr eingespannt und will deshalb sportlich auch erst einmal kürzer treten.

Der Engpass ist in erster Linie durch großen personellen Aderlass entstanden. So hat Nils Gerlich, unzufrieden mit seinen Spielanteilen, schon während der vergangenen Saison die TGR verlassen. Jonas Troch hat im Winter nach einer erneuten Knieverletzung seine Karriere beendet und als Betreuer auf der TGR-Bank Platz genommen.

Mittelmann Jendrik Janotta ist als Co-Trainer seines Vaters zur HSG Fuldatal/Wolfsanger gewechselt. Rechtsaußen Marcus Einhorn, einer der besten Rechtsaußen der Landesliga in den vergangenen Jahren, wollte sich eigentlich eher auf Raten zurückziehen. Nach einer Schulteroperation würde er jetzt aber ohnhin langfristig ausfallen.

Kreisläufer Phillip Debus, auch in der Abwehr eine feste Größe, wollte zumindest eine Pause vom Handball einlegen. Wegen einer langwierigen Fußverletzung wäre er zumindest mittelfristig auch erst einmal nicht einsetzbar gewesen.

Linkshänder Petar Cutura – der 38-Jährige hatte im Laufe der vergangenen Serie ausgeholfen – trainiert zwar weiter bei der TGR, konnte sich mit den Verantwortlichen des Klubs allerdings nicht über die Konditionen für eine Fortsetzung seines Engagements einigen. Hier scheint das letze Wort noch nicht gesprochen zu sein.

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