Handball-Landesliga Männer

TGR-Trainer Robert Nolte: Twistetaler „sind wie aufgezogen“

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Ist in Abwehr und Angriff zurzeit eine Bank bei der TGR: Linkshänder Luca Schuhmann. 

Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg erwartet ein weiteres Stück harter Arbeit. Sie treten am Samstag um 19.15 Uhr bei der sehr heimstarken HSG Twistetal an.

VON THOMAS WALGER

Die HSG Twistetal hat bislang vor ihrem sehr lauten Publikum erst einmal verloren. Das war im September gegen die TSG Dittershausen. Die mit der TGR punktgleiche MSG Körle/Guxhagen (beide 20:12 Zähler) zum Beispiel wurde dagegen in der engen Halle von Twistetal-Mühlhausen 34:24 abgefertigt. Die Rotenburger werden also einen guten Tag brauchen, um dort zu bestehen.

Aber der guten Tage hat sie ja viele in dieser Saison. Die letzten beiden Samstage mit den Heimsiegen über Dittershausen und Bettenhausen zählen dazu. In beiden Spielen hat die Mannschaft von Trainer Robert Nolte gezeigt, was in ihr steckt, welche mentalen Kräfte in ihr schlummern.

Die kamen gegen Bettenhausen in der zweiten Halbzeit zum Vorschein, als der ohnehin an diesem Tag arg geschrumpfte TGR-Kader in der 26. Minute weiter dezimiert wurde. Ausgerechnet Boze Balic erwischte es, dessen Tore immer gefragt sind - und der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Maurice Reyer zudem im Innenblock der Abwehr neben seinem Bruder Tomislav ganz, ganz dringend gebraucht wird.

Doch Boze Balic sah den roten Karton und durfte fortan nur noch von der Tribüne aus zuschauen. „Das wäre für andere Mannschaften der Genickbruch gewesen. Aber was sagen meine Spieler: Nein, wir machen weiter“, wundert sich Robert Nolte selbst ein bisschen über diese tolle Moral und schwärmt weiter: „Petar Cutura hat wochenlang keinen Ball in der Hand gehabt und liefert so eine Leistung ab. Martin Harbusch zündet den Turbo. Luca Schuhmann gibt alles auf einer ungewohnten Deckungsposition, fliegt im Angriff am gegnerischen Block vorbei und haut die Bälle rein.“

Das Dumme ist nur: Auf dem berechtigten Lob des Coaches ausruhen, das geht nicht, wenn man nun auch bei der HSG Twistetal punkten will. Im ersten Aufeinandertreffen Mitte Oktober, das die TGR 30:27 gewann, haben die Twistetaler schon gezeigt, dass sie technisch gut ausgebildet und athletisch sind, dass sie aus dem Rückraum jede Menge Zug zum gegnerischen Tor entwickeln können. Von Lars Fingerhut ist Robert Nolte besonders angetan: „Das ist einer ihrer imposanten Spieler. Er ist groß, breit und schnell auf den Beinen.“ Auch auf den aggressiv agierenden Johannes Happe sei zu achten.

Da die HSG noch dringend Punkte für den Klassenerhalt einsammeln muss und das am besten in eigener Halle kann, erwartet die Rotenburger mit Sicherheit ein heißer Tanz. „Die Twistetaler werden sich extremst reinhängen. Die Spieler laufen vor ihrem lauten Publikum, was das Zeug hält. Die sind wie aufgezogen“, weiß Nolte.

„Wir fahren zwar sehr selbstbewusst dorthin. Aber wenn bei unserem kleinen Kader ein Rädchen fehlt, wird es schon schwierig“, sagt er. Erneut werden die verletzten Simon Golkowski und Maurice Reyer ausfallen. Auch Lukas Günther scheidet als Alternative aus, weil er noch gesperrt ist.

„Deshalb müssen wir jemanden aus der Zweiten mitnehmen, auch wenn die gleichzeitig spielt. Wir können nicht mit acht Leuten nach Twistetal fahren. Dort erwartet uns ein sehr intensives Spiel mit hohem Tempo, in dem unser Gegner viele Wechselmöglichkeiten hat“, sagt Robert Nolte.

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