2. Handball-Bundesliga: Trainer erwartet couragierten Auftritt

ThSV Eisenach fährt zum Bergischen HC nach Solingen

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Das Geburtstagskind im Anflug: Eisenachs Willy Weyhrauch ist in dieser Woche 24 geworden.

Eisenach. Wenn der souveräne Spitzenreiter in heimischer Umgebung den Tabellen-Drittletzten erwartet, sind die Rollen eigentlich klar verteilt.

Und so reist Handball-Zweitligist ThSV Eisenach am Samstag auch als Außenseiter nach Solingen, wo er um 19 Uhr in der Klingenhalle auf den Bergischen HC trifft.

Vor zwei Jahren war das noch ein Erstligaduell. Der ThSV Eisenach musste nach einjährigem Intermezzo nach der Saison 2015/2016 das Oberhaus wieder verlassen. Den Bergischen HC erwische es ein Jahr später nach vierjähriger Erstbundesliga-Zugehörigkeit den Abstieg.

Der Bergische HC hat seinen Kader zum großen Teil zusammengehalten, sich gezielt verstärkt und steuert nun mit 48:4 Punkten und zwölf Zählern Vorsprung auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf Kurs Eliteliga. Dagegen droht dem Traditionsverein von der Wartburg (14:36 Punkte) in seiner langen Geschichte der erstmalige Absturz in die Drittklassigkeit.

Doch der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nur drei Zähler. Und ob Mannschaft, Trainerteam, Management, Vorstand, Sponsoren oder die blau-weiße Anhängerschaft - Handball-Eisenach will den Klassenerhalt schaffen. Dafür wird an einem Strang gezogen.

Abgesehen von der 20:30-Heimpleite gegen die HSG Konstanz sehen sich die Schützlinge von Arne Kühr, der Mitte Dezember bei 6:28 Punkten vom Co- zum Cheftrainer aufgerückt ist, mit ihrer neuen Mentalität auf gutem Weg. Auswärtssiege in Saarlouis, bei den Rimpar Wölfen und beim Wilhelmshavener HV nähren die Hoffnung.

„Wir werden geduldig auf unsere Chance warten. Und die wird kommen. Wir müssen dann clever genug sein, um eine Überraschung zu schaffen“, erklärt ThSV-Coach Arne Kühr. „Wir sind Leistungssportler, werfen die Flinte nicht schon vorher ins Korn. Wir sollten auch genügend Selbstvertrauen haben, um beim Tabellenführer couragiert aufzutreten“, ergänzt der 40-Jährige.

Anlass zu Optimismus

Was ihn verhalten optimistisch stimmt, sind die genannten Auswärtserfolge. Aber auch wie der ThSV-Angriff am vergangenen Spieltag gegen Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten auftrumpfte, macht Mut: „Wir haben gute Lösungen konnten so den Galliern von der Alb erhebliche Probleme bereiten“, sagt Arne Kühr.

Die Rückraumachse Marcel Schliedermann, Ibai Meoki und Alexander Saul initiierte ein temposcharfes, kreatives und konsequent abgeschlossenen Offensivspiel. Allerdings vermochte die gesamte Defensivabteilung nicht das Angriffsniveau zu erreichen. „Wir haben das analysiert, auch das Zusammenspiel zwischen Torhüter und Abwehr“, berichtet der Eisenacher Coach, dem wieder sechs Akteure fehlen werden. (red)

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