Handball: Eisenacher machen den Wiederaufstieg gegen Eintracht Baunatal perfekt

ThSV ist wieder erstklassig

Er hatte mit seinen Toren großen Anteil an der Rückkehr des ThSV in Liga eins: Rückraumschütze Aivis Jurdzs, der den Eisenachern erhalten bleiben wird. Hier versucht ihn Baunatals Dennis Weinrich am Wurf zu hindern. Foto: dpa

Eisenach. Handball-Eisenach liegt sich in den Armen. Durch einen deutlichen 36:22 (17:9)-Heimsieg über Eintracht Baunatal hat der ThSV am Sonntag den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga geschafft. Absteiger Baunatal wehrte sich zwar nach Kräften, doch er hatte zu keiner Phase eine Chance gegen die übermächtigen Gastgeber.

Die Rückkehr in die Beletage des deutschen Handballs ist eng mit einem Namen verbunden: Velimir Petkovic. Eisenachs Handball-Urgestein Rainer Osmann hatte seinem Freund Petkovic im vergangenen Oktober dazu geraten, das Angebot seines Ex-Klubs anzunehmen und die Nachfolge des entlassenen Coach Adalsteinn Eyjolfsson anzutrten.

Damals lag der Traditionsverein mit 7:9 Punkten auf einem Platz im unteren Mittelfeld. Petkovic erinnert sich: „Wir hatten neun Zähler Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Ich war aber von der Qualität in der Mannschaft überzeug.“

Kontakte genutzt

Entschlossen packte der neue Trainer seine Aufgabe an. Er bestätigte dabei nicht nur seinen Ruf als Analytiker und Motivationskünstler, sondern nutzte auch seine Kontakte in der Handballwelt.

So zauberte er vor zwei Wochen unmittelbar nach der Verletzung von Stammkeeper Rene Villadsen kurzerhand mit Valter Matosevic eine kroatische Torwartlegende aus dem Hut. Kein Wunder, dass die ThSV-Anhänger den Macher inzwischen bei jeder Gelegenheit mit „Petko“-Rufen feiern.

Thomas Levknecht, seit 25 Jahren Pressesprecher des ThSV Eisenach, bringt die Verdienste des Trainers auf den Punkt: „Velimir Petkovic hat der Mannschaft und den Fans neues Leben eingehaucht. Einem total verunsicherten Team hat er zu Selbstvertrauen verholfen, dabei auch Rückschläge weggesteckt.“ Und weiter sagt Levknecht: „Dass Bjarki Elisson die Torjägerliste der Liga anführt, spricht für den jungen isländischen Linksaußen. Dessen Qualitäten wurden aber erst durch das neue Spielsystem von Velimir Petkovic herausgekitzelt.“

Doch auch Wehmut macht sich breit im allgemeinen Aufstiegstrubel. Denn mit Tomas Sklenak, Dener Jaanimaa, Bjarki Elisson, Rene Villadsen, Hannes Jon Jonsson, Girts Lilienfelds, Stanislaw Gorobtschuk und Jan Forstbauer brechen acht Spieler ihre Zelte in Eisenach ab.

Ein Neuaufbau ist nötig. Und dass „Petko“ auch diese Aufgabe lösen wird, davon ist man in Eisenach überzeugt. Den acht Abgängen stehen bereits sechs Neuzugänge ge-genüber - alle verpflichtet auf Wunsch von Velimir Petkovic.

ThSV Eisenach: Gorobtschuk (1. - 51.), Matosevic (52. - 60.); Trautvetter (2), Elisson (5/1), Wöhler (3), Jurdzs (4), Jonsson (5), Luther (5), Jaanimaa (1), Forstbauer (1), Hansen (3), Heinemann (2), Lilienfelds (4), Koloper (1)

Von Günter Breitbart

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