Handball-Landesliga Männer

Torhüter Drazen Cica hält den Sieg der TG Rotenburg gegen die TSG Dittershausen fest

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Er hatte am Samstag allen Grund zu strahlen: Torwart Drazen Cica war einer der Matchwinner der TGR. 

Mit einer sehr starken Leistung in der ersten Halbzeit haben die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg den Grundstein zum 30:27 (15:10)-Heimerfolg gelegt.

VON THOMAS WALGER

Als die Dittershäuser, die als Tabellendritter angereist waren, in der Schlussphase von 28:24 (54.) auf 28:27 (57.) verkürzte, mussten die Rotenburger noch einmal um den Sieg schon sicher geglaubten Sieg bangen. Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten brachte der erneut überzeugende Rotenburger Spielmacher Martin Harbusch sein Team mit dem 5:3 erstmals mit zwei Treffern in Front. Es sollte der Beginn einer überragenden Phase seiner Mannschaft sein.

Tor um Tor setzten sich die Hausherren bis zur 24. Minute auf 12:6 ab. Ein Schlüssel zum Erfolg war die aufmerksame Abwehr. In der war Maurice Reyer wegen einer Knieverletzung kurzfristig ausgefallen, doch Christian Eimer sprang ein und fügte sich nahtlos ein. Er bildete zunächst mit den beiden Balic-Brüdern einen schwer zu überwindenden Innenblock.

„Wir haben den Dittershäusern ihre taktischen Mittel genommen“, freute sich TGR-Trainer Robert Nolte, „wir haben uns nicht hinten rauslocken lassen und den Kreisläufer gut zugestellt.“ Zudem hatte Torwart Drazen Cica einen Glanztag erwischt. Einen Wurf nach dem anderen entschärfte er – auch, weil die Abstimmung mit den Vorderleuten stimmte.

Und im Angriff hielt Martin Harbusch die Fäden fest in der Hand. Die 6:0-Deckung der Gäste war häufig überfordert. Viel lief bei der TGR über Kreisläufer Jan-Oliver Holl, der mit dem ebenfalls torgefährlichen Boze Balic traumwandlerisch sicher zusammenspielte. Als dann auch noch Luca Schuhmann seine anfängliche Ladehemmung abstreifte und das 10:6 markierte (22.), schien es kein Halten mehr zu geben.

Bei den Gästen hielten vor allem ihr starker Spielmacher, der Ex-Rotenburger Moritz Gerlach, sowie Christian und Mathias Siebert dagegen. Doch auch sie konnten den klaren 10:15-Rückstand zur Pause nicht verhindern.

Obwohl die TGR nach dem Wechsel ein wenig nachließ, schien keine Spannung mehr aufzukommen. Martin Harbusch erhöhte gar auf 19:12 (38.). Auch in Minute 48., als der treffsichere und spielintelligente Lukas Günther zum 24:19 traf, betrug der Vorsprung noch fünf Tore.

Doch nun tat TSG-Trainer Sead Kurtagic etwas, was längst überfällig war. Er stellte seine Abwehr um und ließ offensiver decken. Zunächst mit einer 5:1-Formation, gegen die die TGR allerdings weiterhin Lücken fand. Kurz darauf ordnete Kurtagic eine 4:2-Deckung an, die den Gegner kalt erwischte.

Diese Variante habe ihnen Probleme bereitet, räumten Christian Eimer und Martin Harbusch unisono ein. „Wir konnten unsere Spielzüge nicht mehr durchspielen, haben uns auf Einzelaktionen verlegt und Fehler gemacht“, stellte Harbusch fest und wunderte sich, dass der Kontrahent selbst in Unterzahl offensiv attackierte. „Und mit jedem Tor haben die Oberwasser bekommen“, sagte er.

So schmolz der Vorsprung dahin, obwohl Drazen Cica weiterhin mit tollen Paraden glänzte. Doch fünf Minuten vor Schluss wuchtet Moritz Gerlach den Ball zum 28:26 ins Netz, kurz darauf war es nur noch ein Törchen Abstand. „Aber wir sind relativ ruhig geblieben“, sagte Martin Harbusch. Auch die jungen Rotenburger, Niklas Fischer und Lukas Günther zum Beispiel. Mit ihren Toren zum 29:27 (59.) und zum 30:27-Endstand (60.) tüteten sie den verdienten Sieg ein.

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