Fußball-Kreisoberliga

Trainer Martin Köthe tritt in Heinebach zurück

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Nicht mehr an der Seitenlinie: Martin Köthe trat in Heinebach zurück. 

Martin Köthe ist nicht mehr Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Heinebach/Osterbach.

Heinebach – Nach der neunten Niederlage in Folge, dem 0:5 am vergangenen Wochenende bei der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg. Hersfeld, ist er zurückgetreten. „Die letzte halbe Stunde dort war katastrophal“, sagt der Coach - es war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Martin Köthe hatte das Gefühl, in der Zusammenarbeit mit seiner Mannschaft nicht mehr viel bewegen zu können: „Und irgendwie muss man ja versuchen, diese Negativserie zu stoppen. In dieser Situation muss ich an die Jungs und den Verein denken, nicht an mich. Ich erhoffe mir, dass die Spieler durch meinen Rücktritt jetzt wach werden.“

Es wäre an der Zeit. Mit acht Punkten aus 14 Partien belegen die Alheimer den drittletzten Rang. Der letzte Punktgewinn gelang der SG Heinebach/Osterbach am 25. August beim 2:2 in Philippsthal. Der Relegationsplatz liegt drei Zähler entfernt, das sichere Ufer sogar schon sieben. Und jetzt stehen zwei Heimspiele an gegen Schlusslicht SG Niederjossa/Breitenbach sowie anschließend gegen den Vorletzten SG Mecklar/Meckbach/Reilos.

Seine Spieler hätten ihm zwar signalisiert, dass die sportliche Talfahrt nicht an ihm liege, sondern an ihnen selbst, sagt Martin Köthe, umstimmen ließ er sich aber nicht. Für die Führungsriege der SG sei die Entscheidung des Coaches überraschend gekommen, sagt FC Heinebachs Vorsitzender Holger Bachmann und betont: „Es liegt nicht an Martin Köthe, dass wir so schlecht dastehen, sondern an der Mannschaft. Wir bedauern sehr, dass wir ihn verlieren. Er ist ein akribischer Trainer.“ Bachmann hofft, dass Köthes Rechnung aufgeht, dass sich „jetzt alle an die eigene Nase fassen und das Ruder herumreißen“.

Zwei Jahre und vier Monate hat Martin Köthe die Heinebacher trainiert. Gleich im ersten Jahr war der zuvor mehrfach knapp verpasste Aufstieg in die Kreisoberliga gelungen. In der vergangenen Saison lief es in der Hinrunde ebenfalls nicht rund bei der SG, was aber mit großem Verletzungspech zu erklären war. In der Rückrunde drehte das dann besser besetzte Team mächtig auf und sicherte sich noch den Klassenerhalt.

Einen Schnellschuss in Sachen neuer Trainer wird es nicht geben. Bis zur Winterpause solle Sascha Aubel, der Coach der Reserve, versuchen, die Kreisoberliga-Elf wieder auf Kurs zu bringen, sagt Holger Bachmann, „mit Unterstützung von Andreas Möller und dem Vorstand“. Die Verantwortlichen in der SG wollen die Entwicklung der kommenden Wochen abwarten und dann überlegen, wie es weitergeht.

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