Urbano, Kliebe und Ziegler wechseln zu Jugendteams deutscher Profiklubs

Das Bild gehört der Vergangenheit an: Torwart Valentin Kliebe (Mitte mit blauem Trikot) stimmt sich künftig mit anderen Kollegen auf das nächste Spiel ein. Archivfoto: Malmus

Kassel. Drei Jungen aus der Region träumen den Traum vom Profi-Fußball – und sind ihm in diesem Sommer einen großen Schritt näher gekommen.

Valentin Kliebe, Janik Ziegler und Gianluca Urbano wechselten von der B-Jugend des KSV Hessen Kassel zu den Jugendmannschaften von Profi-Klubs. Auch ein Lohn für die so erfolgreich bestrittene zurückliegende Hessenliga-Saison der Junglöwen.

Gianluca Urbano

„Wenn, dann sollten sie den Schritt jetzt machen“, sagt Claus Schäfer, der bisherige Trainer des Trios bei der U 17 des KSV. Der 17-jährige Valentin Kliebe spielt künftig unter Ex-Profi Enrico Kern mit der A-Jugend des FC Erzgebirge Aue in der Regionalliga. Janik Ziegler (16) beackert nun die linke Seite für Hannover 96 in der B-Junioren-Bundesliga, trainiert von Steven Cherundolo. Der 16 Jahre alte Gianluca Urbano läuft beim SC Paderborn in der höchsten U-17-Klasse auf.

Valentin Kliebe

Während Kliebe und Ziegler bereits umgezogen sind und Internatsplätze bei ihren neuen Klubs bezogen haben, will Urbano das Pendeln von Sandershausen nach Paderborn in Kauf nehmen – fünfmal in der Woche nutzt er bereits seit Mitte Juli den Kleinbus-Shuttle des SCP. Aufgesammelt wird er am Schulzentrum Brückenhof. „Ich hänge zu sehr an Kassel. Ein Wohnort- und Schulwechsel wäre zu viel Umstellung für mich gewesen“, sagt der Spielmacher, der erst zur abgelaufenen Rückrunde in die B-Jugend des KSV hochgekommen war.

„Aue ist unter der Profi-Klubs ein eher kleiner Verein, bei dem es familiär zugeht“, begründet indes Kliebe aus Hess. Lichtenau seine Entscheidung für die Sachsen – wobei der reaktionsschnelle Schlussmann trotz eigener Bewerbung und mehrerer Probetrainings lange überlegte. „Ich hänge sehr an Michael Gibhardt. Dem Torwart-Trainer beim KSV habe ich viel zu verdanken“, sagt der 17-Jährige, der maximal die Dritte Liga für ihn als realistisch betrachtet. „Das wäre ein Traum.“

Eine klare Kiste war der Schritt ins Internat nach Hannover dagegen für Ziegler. „Ich möchte gern Profi-Fußballer werden. Bei Hannover kann ich mich am besten sportlich weiterentwickeln“, sagt der Linksfuß aus Reinhardshagen, der beim U-16-Länderpokal nicht nur die 96-Scouts überzeugt hatte. Sein früherer Mitspieler Urbano hält sich zumindest eine Hintertür offen: „Im Profi-Fußball zu landen, wäre das Optimum. Wenn das nicht klappt, komme ich auch gern zum KSV zurück.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.