Fußball-Kreisliga A 1: SG Heinebach/Osterbachs Trainer Uwe Stückrath im HNA-Interview

Trümpfe: Technik und Teamgeist

Den Blick nach vorne gerichtet: Trainer Uwe Stückrath will mit seiner SG Heinebach/Osterbach in die Fußball-Kreisoberliga aufsteigen - gerne auch über den Umweg der Relegation. Foto: Walger

Heinebach. Es läuft rund bei der SG Heinebach/Osterbach. Die Manschaft ist Zweiter der Fußball-Kreisliga A 1, und ihr Trainer Uwe Stückrath hat gerade seinen Vertrag verlängert. Wir sprachen mit ihm.

Herr Stückrath, Pep Guardiola hat angekündigt, die Bayern zu verlassen, Sie aber verlängern vorzeitig in Heinebach. Hatten Sie kein Angebot aus der Premiere League?

Uwe Stückrath: Nein, leider nicht (lacht). Ich wäre gerne nach Liverpool gegangen, aber das ist ja schon der Kloppo.

Warum bleiben Sie der SG treu?

Stückrath: Zum einen bin ich der Meinung, dass in der jungen Mannschaft noch einiges an Steigerungspotenzial besteht. Und zum anderen fühle ich mich einfach sehr wohl im Verein.

Diese Kombination hat mich letztlich dazu veranlasst, weiterzumachen. Ganz wichtig ist mir auch, dass die Verantwortlichen und ich eine Sprache sprechen. Wir haben dieselbe Richtlinie, dieselbe Denkweise.

Wenn Sie von Steigerungspotenzial sprechen, denken Sie da in erster Linie an Ihre Talente wie Meik Villa, Michael Funk oder Marcel Stöcker?

Stückrath: Richtig. Meik Villa und Michael Funk haben in der letzten Saison als A-Jugendliche bei uns reingeschnuppert. Jetzt sind sie aus der Stammformation nicht mehr wegzudenken. Den Marcel Stöcker will ich langsam heranführen.

Gab es in der Winterpause Veränderungen im Kader?

Stückrath: Nein, weder Zu-, noch Abgänge. Außer vielleicht Artur Penner. Der ist schon im Sommer von der FSG Bebra zurückgekommen, hat aber wegen seiner Knieverletzung erst jetzt wieder mit dem Training angefangen.

Artur Penner ist ein gestandener Kreisoberligaspieler. Kann er der Mannschaft gleich helfen?

Stückrath: Ihn werde ich behutsam wieder aufbauen. Er hat zwei Jahre nicht gespielt, da kann man keine Wunderdinge erwarten. Aber er ist ein richtig guter Fußballer.

Vier Mannschaften liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Ihr Tipp: Wer wird Erster, wer Zweiter?

Stückrath: Ich glaube, dass die SG Meckbach/Mecklar/Reilos das Rennen machen wird. Die sind personell am stärksten besetzt, hatten in der Vorrunde aber Riesenpech mit Verletzten. Die sind jetzt wohl wieder dabei. Und Zweiter werden wir - wir wollen es jedenfalls versuchen.

Das Auftaktprogramm ist heftig. Es geht gegen alle drei Konkurrenten im Titelkampf und die spielstarke SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz. Wie geht man da als Trainer die Vorbereitung an?

Stückrath: An der Fitness arbeiten. Die ist das A und O. Wir müssen über 90 Minuten in der Lage sein, Dampf zu machen. Dafür müssen wir jetzt die Grundlagen legen. Dann erst geht es in den spielerischen Bereich über, wo wir ohnehin stark sind.

Kommen denn jetzt, wo die SG an der Spitze mitmischt, mehr Zuschauer auf den Sportplatz?

Stückrath: Nein, leider nicht. Das ist wirklich schade. Dabei sind bis auf Dominik Linke nur einheimische Jungs im Kader. Die hätten es verdient, dass ein paar mehr Leute zuschauen. Vielleicht wird das ja noch besser.

Wo sehen Sie die Stärken Ihrer Mannschaft?

Stückrath: Neben der Technik ist das der Teamgeist. Die Jungen wollen, einer läuft für den anderen. Die unternehmen auch abends mal was zusammen.

Was gilt es noch zu verbessern, damit der große Wurf, der Aufstieg in die Kreisoberliga, gelingt?

Stückrath: In der Defensive müssen wir noch besser werden. Wir fangen zu viele Tore. Das liegt auch zum Teil an der Unerfahrenheit der Spieler. Ab und zu müssen wir auch einfach kompromissloser klären.

Von Thomas Walger

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