Handball-Bezirksliga A: MSG Bebra/Lispenhausen gewinnt das Verfolgerduell gegen Landeck/Hauneck II

Umstellung der Abwehr trägt Früchte

Torewerfen geht auch im Fallen: Den Beweis tritt hier André Rosenberger an, der nicht nur im Angriff in Erscheinung trat, sondern auch die 6:0-Abwehr seiner MSG bestens organisierte. Foto: Walger

Bebra. Die Handballer der MSG Bebra/Lispenhausen bleiben Spitzenreiter Ost-/Mosheim auf den Fersen. Sie gewannen am Sonntagabend das Verfolgerduell gegen die HSG Landeck/Hauneck II sicher mit 33:26 (15.13).

Der Start in dieses Kreisderby geriet holprig für das Team von MSG-Spielertrainer Alexander Fischer. „Zum Glück sind wir dann aber bald in Schwung gekommen“, sagte er. Das lag in erster Linie an der Umstellung der Abwehr. Die MSG fing mit einer 5:1-Formation an - in der Hoffnung, den wurfstarken Jens Rüger so besser kontrollieren zu können. Nach einer knappen Viertelstunde zog Fischer die Reißleine und setzte fortan auf eine 6:0-Abwehr.

„Die hat richtig intensiv gearbeitet. So gut, wie ich es gar nicht erwartet habe. André Rosenberger hat das hervorragend organisiert“, lobt der Spielertrainer. Und Jens Rüger hatte die MSG auch im Griff. Wenn er in Aktion trat, bekam er es oft gleich mit zwei Kontrahenten zu tun. Kam doch einmal ein Ball aufs Tor, dann war jetzt immer wieder Danny Klöpfel zur Stelle.

Der 4:6-Rückstand aus der zehnten Minute war jedenfalls bald aufgeholt. Zur Pause führte die MSG mit 15:13. Fischer forderte sein Team in der Kabine auf, sofort weiter aufs Tempo zu drücken. Und das tat es auch.

Handke in seinem Element

Die Deckung lieferte weiter eine Top-Leistung ab. Sie sorgte für zahlreiche Ballgewinne und ermöglichte so viele Kontertore. Gerade Matthias Handke lief einen Gegenstoß nach dem anderen und traf wie er wollte. Ein Heber im ersten Durchgang, der an den Innenpfosten prallte, blieb der einzige Fehlversuch des zehnfachen Torschützen. Die Angreifer der HSG Landeck/Hauneck II, bei der die Kräfte nachließen, fanden nur noch selten eine Lücke. „Die waren platt, wir haben sie zermürbt“, stellte Fischer fest.

MSG-Keeper Danny Klöpfel zog sich dann bei einem Wurf an den Kopf offenbar eine Gehirnerschütterung zu - er ließ sich im Krankenhaus untersuchen - und räumte seinen Platz für Jan Olbricht. Der knüpfte nahtlos an die Klasseleistung seines Kollegen an. Beide überzeugen schon seit Wochen nicht nur mit ihren Paraden, sondern auch mit schönen weiten Pässen, mit denen sie viele Tempogegenstöße einleiten.

Dass MSG-Kapitän Jan Seese nach längerer Zwangspause ein feines Comeback feierte, freute seinen Spielertrainer genauso wie das Lob einiger Zuschauer. Die bestätigten ihm, einen spielstarken Sieger gesehen zu haben, der mit viel Bewegung ansehnlichen Handball gezeigt habe.

Ins positive Bild passte an diesem Abend die starke Leistung des Schiedsrichters Torsten Schmidt. Der war kurzfristig eingesprungen, weil die angesetzten Unparteiischen Bebra wegen einer Autopanne nicht erreichten. Als Mitglied des TSV Bebra stand Schmidt vor einer undankbaren Aufgabe, die er aber zur Zufriedenheit beider Lager löste.

MSG Bebra/Lispenhausen:Klöpfel, Olbricht - Handke (10/1), Mudrak (4), Seese (4), Konjevic (4), Fischer (3), Rosenberger (3), Mangold (2), Riebold (1), Arnold (1), Lehn (1), Schmitt, Fäcke.

SR: Schmidt (TSV Bebra); Z: 90

Von Thomas Walger

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