FSG Waldhessen hält Titel-Rivalen in Schach

Mitte der ersten Halbzeit stand die FSG-Abwehr ganz sicher: Einen Ballgewinn nach dem nächsten landeten die Waldhessinnen (blaue Trikots) und setzten sich auf sieben Tore ab. Foto: Walger

Rotenburg. Nach dem Heimerfolg über den SV Reichensachsen ist die FSG nun das einzige Team ohne Verlustpunkt in der Handball-Bezirksoberliga der Frauen.

Ein Knäuel jubelnder Spielerinnen, so manche Freudenträne kullerte, und ein sichtlich zufriedener Trainer Jonggi Pasaribu: Die FSG Waldhessen gewann das Topspiel der Handball-Bezirksoberliga der Frauen deutlich mit 34:27 (19:11) gegen seinen Gast SV Reichensachsen.

Vor gut 100 Zuschauern merkte man beiden Teams, die sehr konzentriert zur Sache gingen, den unbedingten Siegeswillen an. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Immer wieder legte die FSG ein Tor vor, doch die Antwort des Kontrahenten kam immer prompt. So ging es bis zum 7:7 (14.).

Dann aber ging bei der FSG die Post ab. Sie sicherte sich Ballgewinn um Ballgewinn und setzte sich bis auf 16:9 (23.) ab und lag zur Pause 19:11 vorne. Im Angriff wirkten Pasaribus Schützlinge reifer und deutlich entschlossener als ihr Tabellennachbar.

Von den Sitzen gerissen

Was die FSG kämpferisch und spielerisch zwischen der 15. und 30. Minute ablieferte, riss ihre Anhänger von den Sitzen. Es war die mit Abstand beste Phase in der laufenden Saison. Der SV Reichensachsen konnte nur staunend zuschauen und war zu keiner Reaktion fähig.

Pasaribu mahnte sein Team in der Kabine: „Wir müssen weiterhin Gas geben und dürfen uns keine Schwächephasen erlauben.“ Der FSG-Tross kehrte mit zufriedenen Gesichtern zum zweiten Durchgang zurück. Die Gäste blickten ernster drein, was sich als finstere Entschlossenheit erweisen sollte. Sie stellten taktisch um, holten auf und waren beim Stand von 22:18 schon fast wieder auf Tuchfühlung.

Trainer Pasaribu zog die Reißleine und nahm eine Auszeit. „Es ist genau das eingetreten, wovor ich gewarnt hatte“, sagte er später, „Reichensachsen hat uns alles abverlangt und über die komplette Spielzeit seine Chance gesucht. Nach unserer Auszeit haben wir das viel besser gelöst, weil wir uns wieder mehr konzentrierten.“

Schwächephase bestraft

Plötzlich wendete sich das Blatt wieder, nun schwächelte der SVR. Das nutzte der Tabellenführer gnadenlos aus. 27:18 und 30:23 waren die Stationen zum 34:27-Endstand. Ausgelassen hüpften die verdienten Siegerinnen im Kreis hüpfende und riefen „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, beobachtet von einem vergnügt lächelnden Jonggi Pasaribu.

FSG Waldhessen: Bähr - Golkowski (5), Werner (1), Eidam (3), Drewer (3), Weyrauther (4), Lusky (10/1), Lehr (4), Niebuhr (4), Mäusgeier, Pippert

Von Tomas Pankiewicz

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