Waldhessenspiele: Brennball-Kreismeisterschaft wird zum Fest einer Randsportart

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Die stolzen Gewinnerinnen des neuen Pokals: Das Team des TSV Bebra holte sich verdient den Titel des Brennball-Kreismeisters. Im Finale setzte sich der TSV gegen den Nachbarn TV Breitenbach durch. 

Rockensüss. Da dürften die Fußballer richtig neidisch geworden sein. Denn so viele Menschen wie am Sonntag zur Brennball-Kreismeisterschaft strömen zu ihren Spielen nicht auf den Rockensüßer Sportplatz.

Bunt und laut ging es dort zu, als die Frauen am zweiten und letzten Tag der Waldhessenspiele der SG Rockensüß-Königswald auf den kleinen weißen Ball einprügelten - oder es zumindest versuchten. Denn nicht jeder Schlag war ein Treffer.

Das tat der guten Stimmung auf den Spielfeldern und neben ihnen aber keinen Abbruch. Musik dröhnte aus den Boxen, der Duft von Bratwürstchen zog über das Gelände. Viele von denen, die gerade nicht selbst spielten, machten es sich auf Campingstühlen bei Kaffee und Kuchen bequem und schauten zu, was die Konkurrenz so drauf hat.

Und das alles in ganz entspannter Atmosphäre. „Beim Brennball geht es nicht so biestig zu, die Teams bejubeln sich auch gegenseitig“, erzählt Katrin Claus. Sie spielt beim FC Gilfershausen Brennball, gemeinsam mit Kerstin Kellner. Aber eigentlich sind beide Handballerinnen - und mit der HSG Werra WHO gerade in die Bezirksoberliga aufgestiegen. Für sie ist Brennball so etwas wie ein Sommerpausenfüller. „Wir fangen normalerweise erst im Mai an zu trainieren“, sagt Katrin Claus. Andere, wie zum Beispiel die Gastgeberinnen aus Rockensüß, würden auch im Winter üben. Dann allerdings unterm Hallendach.

Taktisch gewieft

So weit wie möglich muss der Ball abgeschlagen werden: Hier drosch eine Spielerin des FC Gilfershausen die Kugel ins Feld.

Trotz der kurzen Vorbereitung schafften es die Gilfershäuserinnen ins Spiel um Platz drei, in dem sie allerdings den Heimboldshäuse-rinnen deutlich den Vortritt lassen mussten. Die hatten ein paar starke Abschlägerinnen in ihren Reihen und gingen zudem taktisch klug zu Werke. Claus & Co. dagegen konnten nicht mehr an ihre guten Leistungen aus der Vorrunde anknüpfen.

Den Favoriten entzaubert

Das Finale bestritten der TSV Bebra und der TV Breitenbach. Die Kernstädterinnen setzten sich gegen die erfolgsgewohnte TVB-Vertretung verdient durch und sicherten sich den Titel sowie den erstmalig ausgespielten Wanderpokal des Kreises Hersfeld-Rotenburg.

Diese Partie ging übrigens nicht über die vollen 20 Spielminuten, denn der TVB „verbrannte“. Er hatte keine Spielerin mehr an der Abschlagmarke stehen und war damit aus dem Rennen.

Das Endklassement: 1. TSV Bebra, 2. TV Breitenbach, 3. VfL Heimboldshausen, 4. FC Gilfershausen, 5. SV Hattenbach, 6. SG Rockensüß-Königswald, 7. TSV Sorga, 8. TSV Schenklengsfeld.

Beim Fußball-Freizeitturnier hatte sich tags zuvor das Team Party Hard den Wanderpokal der Gemeinde Cornberg gesichert. Bestimmt findet er in einem Partykeller einen Ehrenplatz. Auf den weiteren Rängen landeten: Beiershäuser Stürzer, Die Kaputten, Landbäckerei Stange und Die Thekenbrasilianer.

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