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Fußball: SG Wildeck hofft in Weiterode auf Zählbares

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Wer hat ihn? Im Derby der vergangenen Saison kämpfen Weiterodes Tom Wagner (rechts) und Wildecks Steven Seiler um den Ball.
Wer hat ihn? Im Derby der vergangenen Saison kämpfen Weiterodes Tom Wagner (rechts) und Wildecks Steven Seiler um den Ball. © Alicia Kreth

In der Fußball-Kreisoberliga wird der siebte Spieltag mit einem Rotenburger Altkreisderby eröffnet.

Weiterode – Morgen, 16.30 Uhr, kommt es in Weiterode zum Duell zwischen dem ESV Weiterode und der SG Wildeck.

Die Voraussetzungen für beide Teams könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die Platzherren mit drei Siegen und drei Niederlagen eine zumindest ausgeglichene Bilanz vorweisen, warten die Wildecker nach vier Spielen nach wie vor noch auf den ersten Punktgewinn.

Besonders über die zwei Gesichter, die seine Elf am vergangenen Doppelspieltag zeigte, ärgerte ESV-Trainer Andy Rygula. Während man am Freitag in Friedewald beim 3:1 eine tolle Leistung ablieferte, war das Team am Sonntag gegen Hohenroda nicht wiederzuerkennen. „Die FSG hat vor allem in der zweiten Halbzeit mehr investiert und am Ende verdient gewonnen“, nimmt Rygula kein Blatt vor dem Mund. Daher seien gegen Wildeck drei Punkte Pflicht, da in den nächsten beiden Spielen mit den Aufsteigern Burghaun und Friedlos schwere Aufgaben anstünden. „Meine Jungs haben in den letzten Tagen viel Kraft verloren“, spielt der Trainer auf die vier Spiele in den letzten zehn Tagen an. Die schnelle Spielfolge habe auch dazu beigetragen, dass einige Akteure kaum eine Möglichkeit hatten, kleinere Blessuren auszukurieren. Definitiv ausfallen werden Jan Luca Schwachheim und Fabian Opitz. Die Entscheidung über einen Einsatz von Kaval Azad und Serat Kaval wird erst nach dem Abschlusstraining heute Abend fallen.

Für die Gäste aus Wildeck geht es darum, endlich ein Erfolgserlebnis zu verbuchen. Von den Leistungen der furiosen Aufholjagd in der Abstiegsrunde ist man aktuell weit entfernt. Personell stark gebeutelt, gelingt es nicht, Konstanz über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass SG-Coach Mike Lindemann von vielen Baustellen berichtet. „Wir haben in der ersten Halbzeit in Breitenbach gut gespielt, waren stärker, hatten auch Möglichkeiten, allerdings hatte man nicht das Gefühl, dass ein Tor fällt“, nennt er ein Manko: die schlechte Qualität bei den Abschlüssen. Erst zwei Tore zeigen die Harmlosigkeit der Offensive. Auch mangelnde Kondition bei einigen Spielern sei aufgrund von fehlenden Trainingseinheiten zu erkennen, spart Lindemann nicht mit Kritik. „Für uns ist im Moment jeder Gegner schwer, am Ende ist es aber auch eine reine Kopfsache“, weiß der Trainer, dass die Trauben beim ESV hoch hängen. Schon mit einem Treffer könne man Selbstvertrauen tanken und damit die Motivation beflügeln. Er hoffe, dass Biss und Qualität, „die letzten Körner müssen raugeholt werden“, zurückkehren und damit auch der Erfolg.

Niklas Wilhelm wird auf jeden Fall ausfallen, hinter dem Einsatz von Steven Seiler und Marc Hoffmann steht noch ein großes Fragezeichen. Dazu kommen noch die Urlauber Lasse Mohr und Marcel Sandrock sowie Marco Bode, der vor einer Klausur steht.

Auch Pjeter Nushi ist noch nicht wieder genesen. Bei dieser Konstellation kommt es nicht von ungefähr, dass Lindemann sagt: „Die Mannschaft stellt sich aktuell von alleine auf“.  bt

(Thomas Becker)

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