Fußball-Kreisoberliga: 1:2 - ESV Hönebach unterliegt auch den Eiterfeldern

Es wird immer enger

Er hatte gute Szenen: Hier setzt sich Hönebachs Marius Bommer mit viel Dynamik gleich gegen mehrere Eiterfelder durch. Foto: Walger

Hönebach. Verdient, aber in der Schlussphase unglücklich unterlagen die Kreisoberliga-Fußballer des ESV Hönebach der SG Eiterfeld/Leimbach mit 1:2 ( 0:1 ) und rutschten damit vor dem letzten Spieltag bis auf einen Punkt an den Relegationsrang und zwei Zähler an die drei Abstiegsplätze heran.

Der Erfolgsdruck schien die Platzherren gelähmt zu haben. Die Eiterfelder zogen recht unbehelligt ihr technisch sauberes, schnelles Kombinationsspiel auf. Nach zehn Minuten hätten sie schon 2:0 führen können. Zunächst konnte ESV-Keeper Nils Katzmann den Schuss von Oktay Gümüs nur mit großer Mühe entschärfen (8.). Dann klatschte er in der 10. Minute den Ball von SG-Spielertrainer Florian Roth glänzend ab und hatte Glück, dass Oktay Gümüs den Nachschuss aus kurzer Distanz versemmelte.

Erste Hoffnung für den ESV weckte nach einem Konter Marcel Katzmann. Nach einem Steilpass scheiterte er allein vor Gästekeeper Julian Kempka, den Abpraller setzte er per Kopf neben das leere Tor (12.). Nachdem nach einer Ecke von Marius Bommer gleich mehrere ESV-Spieler völlig frei die nächste Führungschance ausgelassen hatten, vergaben auf der Gegenseite die Gäste.

Keiner deckt Roth

In der 17. Minute aber fiel das 0:1: Eine weite Aumann-Flanke veredelte Florian Roth völlig freistehend per Kopf. Die Heimelf wirkte weiterhin zögerlich, ließ den Eiterfeldern zu viel Platz. Die SG hätte ihre Freiräume fast zum 0:2 genutzt: Florian Roth spielte Fabian Kempka frei, doch der schob die Kugel am leeren Tor vorbei (25.). Danach begriffen die ESV-Spieler wohl endlich den Ernst ihrer Lage. Sie wurden stärker, ohne sich aber Vorteile verschaffen zu können.

Der zweite Abschnitt begann wie der erste. Nach einem Adel-Solo konnte Dennis Ehmer dem einschussbereiten Ali Dogru den Ball gerade noch vom Fuß stiebitzen (52.). In der Folge zeigten die Gäste, die über die besseren Einzelspieler verfügten, den reiferen Fußball. Dem konnte der ESV nur Kampfgeist entgegensetzen.

Das Publikum erlebte nun eine aufgeheizte Schlussphase. Zuerst konnte Daniel Jasiulek eine Unsicherheit von Gästekeeper Lempka nicht nutzen (72.). Dann vergab Eiterfelds Parwes Adel nach einem Patzer des ESV allein vor Keeper Katzmann das 0:2, als ihn Florian Goßler mit einer Grätsche stoppte (75.). Wie aus heiterem Himmel fiel nun der Ausgleich. Kai Wollenhaupt zog einfach mal aus 20 Metern ab und überraschte damit Gästekeeper Kempka (82.).

Chancen zum 2:1 vergeben

Angespornt vom Ausgleich, vergaben nach einander Joachim Leszczynski und Daniel Jasiulek per Kopf (84.) sowie Marcel Katzmann, dem der Ball über den Scheitel rutschte (87.). Das rächte sich. Denn eine Dogru-Ecke verlängerte Steffen Aumann zum 1:2-Endstand ins Netz (90.).

ESV-Coach Siegfried Linß sagte nach der bitteren Niederlage: „Die waren einfach einen Schritt eher am Ball. Roth und Doglu haben das Spiel aufgezogen, und wir hatten kein Mittel dagegen. In der Halbzeit hatte ich aufgefordert, eher am Mann zu sein, aber das ging offensichtlich nicht, wegen körperlicher Defizite.“ SG-Spielertrainer Floran Roth sprach von einem hochverdienten Sieg: „Wir hatten nicht den Willen, den Sack schneller zuzumachen.“

ESV Hönebach: N. Katzmann - Ruch, Ehmer (60. Jasiulek), Leszczynski, Kreuzberg, Böttcher, Bommer (67. Goßler), Hintzen (46. Mohr), Preis, Wollenhaupt, M. Katzmann

Tore: 0:1 Roth (17.), 1:1 Wollenhaupt (82.), 1:2 S. Aumann (90.)

SR: Zinn (TV Maar-Lauterbach)

Zuschauer: 200

Von Burghard Hauptmann

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