Alphabet

Das Fußballjahr von A – Z: Ein Querschnitt in Kurzform von Ereignissen der schönsten Nebensache der Welt

Auf dem Foto sind mehrere Frauen zu sehen.
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Sind in der Verbandsliga ungeschlagen: Der TSV Jahn Calden II mit Spielertrainerin Miriam Stüer (links), hier im Duell mit Landau/Wolfhagens Nele Walter.

Zum Jahresabschluss gibt es das Fußballjahr in Form eines Alphabetes – mit allen wichtigen Ereignissen rund um den beliebten Sport.

Hofgeismar/Wolfhagen – Auch dieses Jahr stand noch ganz im Zeichen von Corona. Trotzdem konnte die Hinserie aller Ligen im Fußballkreis Hofgeismar/Wolfhagen zu Ende gespielt werden. Wir lassen von A – Z das Fußballjahr Revue passieren.

A wie Abbruch. Am 25. Oktober feierte in der Verbandsliga die SG Hombressen/Udenhausen einen 6:2-Sieg gegen den FSV Dörnberg, später wurde durch den Hessischen Fußball-Verband aufgrund der Coronakrise in allen Senioren- sowie Jugendklassen die jeweilige Punktspielrunde als beendet erklärt. Es gab keine Absteiger.

B wie Bundesverdienstkreuz. Mit diesem wurde Kreisehrenfußballwart Willi Röhn (Balhorn) ausgezeichnet. Neben seinem vielschichtigen ehrenamtlichen, kommunal- und gesellschaftspolitischen Wirken hat der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Region Kassel auch im Sport richtungsweisende Wege eingeschlagen.

Das Bundesverdienstkreuz: Willi Röhn (links) und der Kasseler Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber.

C wie Comeback. Dies trifft auf die Seniorenmannschaft Kickers Wolfhagen zu, die nach einer über zweijährigen Auszeit wieder in den offiziellen Spielbetrieb der Kreisliga C eingestiegen ist. Das Team ist mit 22 Punkten Tabellenfünfter.

D wie Durststrecke. Die haben bis dato zwei Seniorenmannschaften. In der Kreisliga A die TSV Immenhausen II, die bisher bei zwölf Niederlagen und zwei Unentschieden noch keinen Dreier holen konnte. In der Kreisliga C ist es die SG Diemeltal 08 II. Auch hier gab es bei drei Unentschieden sowie acht Niederlagen noch keinen Sieg.

E wie eSoccer-Cup. Inzwischen ist es die dritte Auflage im Fußballkreis. 13 Mannschaften machen dabei im Modus jeder gegen jeden mit. Die besten acht Teams bestreiten dann die Play-Offs. Das letztjährige Finale gewann der SV Balhorn 2:1 gegen den TSV Carlsdorf.

F wie Futsal. Hier sorgten die A-Junioren des FSV Wolfhagen in der Finalrunde der Hallen-Hessenmeisterschaft in Homberg/Efze für eine Riesenüberraschung. Die „Jungwölfe“ holten sich den ersten Platz und qualifizierten sich damit für die süddeutschen Titelkämpfe in Freiburg. Dort belegten sie einen starken vierten Rang.

G wie Geburt. Die gab es beim Frauenfußball-Verbandsligisten Landau/Wolfhagen im Doppelpack. Zum Einen hob der Verein eine zweite Mannschaft aus der Taufe, die in der Kreisliga A Kassel spielt. Zudem brachte im Sommer die Kapitänin der SG-Ersten, Franziska Heldt, die nach ihrer Hochzeit jetzt den Nachnamen Klug trägt, einen Jungen zur Welt.

H wie Hallenfußball. Auf Budenzauber unterm Hallendach müssen die Sportler und Anhänger in diesem Winter verzichten.

I wie Immunität. Eine solche medizinische Unempfindlichkeit gegen Krankheiten, vor allem gegen Coronaviren, wünschen sich Fans, Zuschauer, Trainer und Spieler, damit nach der Winterpause ein Sportbetrieb in allen Altersklassen wieder möglich ist.

J wie Joker. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Wolfhager André Nordmeier. Beim Spiel der „Wölfe“ beim BC Sport Kassel wurde er in der 46. Minute eingewechselt und traf dann sechs Mal (54., 56., 59., 62., 64., 80.). Am Ende feierten die Wolfhager einen 13:0-Kantersieg.

K wie Kantersiege. Davon gab es in der laufenden Saison jede Menge. In der Kreisoberliga feierte Wettesingen/Breuna/Oberlistingen gegen Grebenstein II ein 10:2. In der Kreisliga A geriet die TSV Immenhausen II zwei Mal zweistellig unter die Räder. Mit 1:10 bei Altenhasungen/Oelshausen/Istha sowie zu Hause mit 3:11 gegen die Weser/Diemel. Den Vogel schoss der Frauen-Regionalligist TSV Jahn Calden im Hessenpokal gegen Weimar/Lahn mit einem 25:0 ab.

L wie Lichter aus. In diesen sauren Apfel musste der B-Kreisligist FC Schachten beißen. Die Kicker aus dem Grebensteiner Stadtteil zogen noch vor dem Saisonstart ihre Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück.

M wie Magerkost. Sowohl in der Kreisoberliga als auch in den Klassen darunter gab es torlose Unentschieden. KOL: Schauenburg – Weidelsburg sowie Wolfhagen II – Ersen. KLA: Fürstenwald – Hümme, Calden/Meimbressen II – Wettesingen/Breuna/Oberlistingen II, Schauenburg II – Hombressen/Udenhausen II. KLB: Wolfhagen III im Doppelpack. Gegen Weidelsburg II und Ehlen.

N wie Nerven. Solche waren am 28. August im Endspiel des Waldecker Pokals der Frauen zwischen dem Verbandsligisten SG Landau/Wolfhagen und Gruppenligisten TSV Flechtdorf gefragt. Nach Abpfiff der regulären Spielzeit stand es 1:1. Beide Teams einigten sich auf ein sofortiges Elfmeterschießen. Der 24. Strafstoß, verwandelt durch Julia Schröder, brachte die Entscheidung zugunsten der Vereinigten.

O wie offenes Scheunentor. Die B-Junioren der JSG Weidelsburg/Elbetal zogen daheim gegen Edersee (0:15) sowie Edertal/Friedrichstein (0:10) jeweils zweistellig den Kürzeren. Ebenso auswärts bei Adorf/Vasbeck (0:12) und Warmetal (0:14).

P wie Pressearbeit. Rund 1,7 Millionen Menschen engagieren sich als Ehrenamtliche oder Freiwillige für den Amateurfußball. Wichtig sind auch die Mitarbeiter, die regelmäßig die Ergebnisse und Berichte ihrer Mannschaften an unsere Zeitung weiterleiten.

Q wie Quote. Bis zur Winterpause fielen in allen Ligen jede Menge Tore. In der Verbandsliga waren es 494, dies sind 3,7 pro Spiel. Gruppenliga: 421 (3,6); Kreisoberliga: 420 (4,1); A-Liga: 436 (4,3); B-Liga: 282 (3,9); C-Liga: 330 (5,0); Frauen-Regionalliga: 103 (3,7); Verbandsliga: 127 (4,4); A-Liga: 178 (5,1).

R wie Rasenpflege. Die Pflege und Instandhaltung der Rasenplätze lag früher überwiegend in der Verantwortung der jeweiligen Kommunen. Aus Kostengründen haben viele von ihnen diese Arbeit an die Vereine übertragen.

S wie Schiedsrichter. 91 pfeifen aktuell im Kreis. Philipp Metzger, Alexander Wahl (beide Wolfhagen), Daniel Losinski (Calden) und Leon Kanwischer (Zierenberg) sind in der Hessenliga vertreten. Kreisschiedsrichterobmann Mike Britting: „Damit ist unser Fußballkreis in Nordhessen und darüber hinaus absolute Spitze.“

T wie Trainerwechsel. Da gab es mehrere. Etwas aus dem Rahmen fällt der Rückzug von Günter Klose. Er war nur vier Wochen bei der SG Elbetal tätig. Seinen Entschluss teilte er den SG-Verantwortlichen und Spielern nicht persönlich, sondern über die sozialen Medien mit.

U wie ungeschlagen. Mit diesem Prädikat können folgende sieben Teams in die Winterpause gehen. Kreisoberliga (Herren): SG Schauenburg; Verbandsliga Frauen: TSV Jahn Calden; B-Junioren Kreisliga: TSG Hofgeismar; C-Junioren Kreisliga: JSG Calden/Grebenstein; D-Junioren Kreisklasse: JSG Westuffeln/Obermeiser/Breuna/Ersen; B-Juniorinnen Kreisliga: TSV Jahn Calden; Kreisoberliga Alte Herren: SG Schauenburg.

V wie Vollstrecker. Sie trafen bisher am häufigsten: Verbandsliga: Pascal Itter (SSV Sand) 15; Gruppenliga: Manuel Frey (Tuspo Grebenstein) 20; Kreisoberliga: Marvin Wolff (SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen) 18; A-Liga: Mario Plutz (SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha) 20; B-Liga: Daniel Dzaja (TSV Zierenberg II) 10; C-Liga: Paul Schlaht (SG Weser/Diemel II) 18; Frauen Regionalliga: Johanna Hildebrandt (TSV Jahn Calden) 4; Verbandsliga: Sarah Schütz (SG Landau/Wolfhagen) 17; A-Liga: Laura Frank (SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen) 18.

W wie Wundertüte. So wird Fußball oft bezeichnet. Im Kreispokal warf Kreisoberligist Balhorn im Achtelfinale den klassenhöheren Tuspo Grebenstein mit 5:3 nach Verlängerung raus. Gleiches gelang Oberelsungen gegen Calden/Meimbressen (2:1). Auch im Viertelfinale siegte der FCO gegen den Gruppenligisten Reinhardshagen 3:1. Ebenfalls im Viertelfinale kam für den Gruppenligisten Zierenberg das Aus, der TSV verlor beim A-Ligisten Weser/Diemel 1:3.

X wie Xerographie. So heißt ein Vervielfältigungsverfahren. Ein solches gab es im Spiel der Kreisliga B zwischen dem FSV Wolfhagen III und dem SV Ehlen in Bezug auf den angesetzten Schiedsrichter. Da dieser nicht erschien, beide Klubs aber unbedingt spielen wollten, einigte man sich einvernehmlich auf einen ungewöhnlichen Kompromiss. Den ersten Durchgang leitete ein Wolfhager, der zur zweiten Spielhälfte von einem Ehlener abgelöst wurde. Die Partie endete friedlich 0:0.

Y wie Yilmaz, Vorname Melih. Diesen Namen sollte man sich merken. Der 17-Jährige spielt für den FSV Wolfhagen. Im vorigen Jahr schoss er sich auf Platz zwei der B-Junioren-Gruppenligatorjägerliste. In dieser Saison ist Yilmaz nicht nur mit zehn Treffern in zehn Spielen der Wolfhager A-Junioren interner Torschützenkönig, sondern damit auch mit die Nummer eins dieser Klasse.

Treffsicher: Melih Yilmaz vom FSV Wolfhagen.

Z wie Zeit. Fast jedes Spiel geht aus den unterschiedlichsten Gründen in eine Nachspielzeit, die dramatisch sein kann. So wie die Kreisliga A-Partie zwischen Weser/Diemel und Wettesingen/Breuna/Oberlistingen II. Das Führungstor der Hausherren durch Dustin Genz (72.) glich in der dritten Minute der Nachspielzeit Wilhelm Döring aus. In der 95. Minute traf Dennis Dittmer noch zum 2:1 für Weser/Diemel. (Reinhard Michl)

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