Fußball-Verbandsliga: Zum Abschied aufsteigen

Am letzten Spieltag kommt Neuhof auf die Sander Höhe

Ende einer langen Karriere: Die beiden Sander Urgesteine Christian Kellermann (links) und Robert Garwardt bestreiten gegen Neuhof ihr letztesVerbandsliga-Pflichtspiel. Foto:  Michl

Sand. Christian Kellermann und Robert Garwardt, zwei kickersportliche Urgesteine im Kader des SSV Sand, lassen einmütig keinen Zweifel offen: „Wir wollen am letzten Saisonspieltag vor heimischem Publikum die drei Punkte für uns reklamieren. Und dann zünden wir mit der gesamten Mannschaft, den Verantwortlichen und vor allem mit unseren Fans eine blauweiße Party auf der Sander Höhe.“

Gegner der Elf von Trainer Peter Wefringhaus ist am Sonntag, 15 Uhr, der SV Neuhof, dort mussten sich die Sander in der Hinrunde mit einem 1:1 begnügen.

Für ein blauweißes Freudenfeuerwerk hat Sand auch allen Grund. Denn der zweite Liga-Tabellenrang, der Wefringhaus und Co. nicht mehr streitig gemacht werden kann, ist bisher nicht nur die beste Platzierung seit der Verbandsligazugehörigkeit, sondern damit haben sie auch erstmals die Fahrkarte für die Relegationsrunde zur Hessenliga gelöst (siehe Hintergrund).

Bei aller Freude im SSV-Lager wird aber auch etwas Wehmut über der Sander Höhe schweben. Denn für den 35-jährigen Christian Kellermann und den fünf Jahre jüngeren Robert Garwardt wird es jeweils das letzte Punktspiel im SSV-Verbandsligatrikot sein. Wobei aber beide die beiden Relegationsaufgaben noch mit bestreiten werden. Robert Garwardt, der seine Fußballlaufbahn in der Sander Bambini-Mannschaft begann, zwischenzeitlich vier Jahre zum FC Schwalmstadt und ein Jahr zum OSC Vellmar wechselte: „Höherklassige Relegation habe ich noch nie gespielt, da will ich auf alle Fälle noch dabei sein.“

Gleiches gilt für Christian Kellermann, der 30 Jahre lang seinem SSV die Treue hielt. An ein Fußballwunder glauben beide nicht, gehen davon aus, dass der zwei Zähler vor Sand postierte SV Buchonia Flieden zu Hause gegen Lehnerz II sein Meisterstück machen wird. Beide Sander Urgesteine verhehlen aber auch nicht, dass Fußball eine Wundertüte ist und voller Überraschungen sein kann. „Primär müssen wir erst einmal gewinnen.“

Robert Garwardt hängt aus familiären Gründen seine Stollenschuhe an den Nagel, „Ich habe in Sand ein Haus gebaut, will mich zukünftig meiner jetzt wieder berufstätigen Frau und meinen beiden Kindern widmen“.

Christian Kellermann, der in der laufenden Saison durch eine schwere Verletzung weit über ein halbes Jahr pausieren musste, sich wieder zurück in den Kader gekämpft hat: „Ich fühle mich zwar noch topfit, doch mit 35 Jahren ist es an der Zeit, Jüngeren Platz zu machen.“

Wobei er jedoch noch nicht ganz aufhören will. Mit einem Schmunzeln im Gesicht: „Wenn mir die SSV-Alten Herren ein Angebot machen, werde ich dieses nicht ablehnen.“ (zih)

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