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Abstiegskampf verschlafen

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Von: Raphael Wieloch

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Einer der auffälligsten bei Hombressen/Udenhausen: Marvin Schmidt (rechts) setzt sich in dieser Situation gegen Sandershausens Kapitän David Altschmied durch.
Einer der auffälligsten bei Hombressen/Udenhausen: Marvin Schmidt (rechts) setzt sich in dieser Situation gegen Sandershausens Kapitän David Altschmied durch. © Raphael Wieloch

Hombressen – Allmählich gehen die Lichter aus: Nach der gestrigen 1:3 (1:1)-Niederlage im so wichtigen Kellerduell gegen die TSG Sandershausen ist Fußball-Verbandsligist SG Hombressen/Udenhausen in den verbleibenden sechs Spielen auf ein mittelgroßes Fußballwunder angewiesen. Um den Klassenerhalt noch zu realisieren, müsste die Spielgemeinschaft elf Punkte aufholen und auf reichlich Schützenhilfe hoffen.

Die Mannschaftsansprache von Hombressen/Udenhausens Trainer Jonas Spengler nach dem Spiel war lang. Und es wirkte bei einigen Akteuren der Spielgemeinschaft so, als würden sie begreifen, dass der wohl letzte Zug im Abstiegskampf abgefahren ist. Und auch Spengler selbst sprach mit Blick auf die restlichen Spiele von einer Abschiedstournee.

„Uns hat – anders als gegen Türkgücü – heute das Herz gefehlt“, stellte ein sichtlich enttäuschter SG-Trainer fest und fügte hinzu: „Das muss man erstmal verarbeiten.“ Und damit lieferte Spengler eine Steilvorlage zum Spielverlauf. Denn das, was der Spielgemeinschaft wiederfahr, muss man wohl auch erstmal verarbeiten.

Es waren zwei Minuten gespielt, da erreichte ein Diagonalball Sandershausens Daniel Lauer im Strafraum. Sträflich frei gelangte dieser an das Spielgerät und schweißte es ins lange Eck. Die Abwehr von Hombressen/Udenhausen befand sich im Tiefschlaf. Und die Vorsätze für das Spiel waren früh über den Haufen geworfen.

Spengler stellte direkt um. Kevin Seeger rücke aus der Fünferabwehrreihe heraus und spielte fortan im Mittelfeld. Ob das zunächst etwas brachte? Eher bedingt.

Sandershausen wirkte spritziger und entschlossener, während die SG zunächst nur mit einem Distanzschuss von Marvin Wolff in Erscheinung trat (8.). Die Sanderhäuser hingegen verpassten das 2:0, als Emre Bicer mit einer ordentlichen Fackel an den Fingerspitzen von Torwart Chris Lubitz scheiterte, der den Ball noch über den Querbalken lenkte.

Weil Wolff in der Folge aus dem Gewühl heraus und aus dem Nichts zum 1:1 traf (20.), war die Spielgemeinschaft plötzlich wieder zurück im Spiel. Bis zur Halbzeitpause lieferten sich beide Mannschaften nun ein umkämpftes Duell, in dem die Gäste weiterhin mehr vom Spiel hatten und auch die zwingenderen Chancen kreierten.

Was dann aber kurz nach dem Seitenwechsel passierte, war wohl der Knackpunkt der Partie. Tiefschlafphase Teil zwei bei der Spielgemeinschaft, Sandershausen ging erneut in Führung. Felix Bredow staubte ab. Zwei Minuten nach Wiederbeginn. Déjà-vu in Hombressen.

Und als wäre das nicht schon ärgerlich genug, erhöhte Sandershausen kurze Zeit später. Zwei Minuten nach dem 2:1. Diesmal setzte sich Emre Bicer auf dem rechten Flügel durch und bediente mit einer flachen Hereingabe David Kunz im Strafraum. Der hielt nur noch den Schlappen hin – 3:1. Ein wirkliches Aufbäumen war in der Folgezeit seitens der SG nicht zu erkennen. Wenn man Abstiegskampf verschläft. (Raphael Wieloch)

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