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Anders tritt zurück

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Von: Raphael Wieloch

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Das war’s: Sowohl Trainer Ludwig „Lutz“ Anders (Bildmitte) als auch Co-Trainerin und Spielerin Katrin Sirringhaus (rechts) sind beim TSV Jahn Calden zurückgetreten.
Das war’s: Sowohl Trainer Ludwig „Lutz“ Anders (Bildmitte) als auch Co-Trainerin und Spielerin Katrin Sirringhaus (rechts) sind beim TSV Jahn Calden zurückgetreten. © Raphael Wieloch

Calden – Nach 209 Tagen ist Schluss: Lutz Anders ist nicht mehr Trainer von Frauenfußball-Regionalligist TSV Jahn Calden. Das teilte der Verein via Pressemitteilung mit. Demnach sei Anders am Sonntagabend und nach dem enttäuschenden 1:1 in Frauenbiburg zurückgetreten.

Der Rücktritt liege vorrangig allerdings darin begründet, dass sich Anders durch die Tätigkeit als Trainer und den damit verbundenen zeitlichen Aufwand enormen Einschränkungen sowohl in seinem Beruf als auch im Privatleben ausgesetzt sieht, heißt es weiter.

Direkt am Montag folgte für die heimischen Fußballerinnen dann die nächste Hiobsbotschaft: Katrin Sirringhaus, die bislang als Co-Trainerin fungierte und zudem in jedem Ligaspiel auf dem Platz stand, steht dem Verein auch nicht mehr zur Verfügung. „Klar, wir bedauern beide Entscheidungen. Müssen sie aber akzeptieren“, sagt Olaf Hamel, Vorsitzender der Sparte Frauenfußball beim TSV.

Und auch Anders selbst bedauerte im Gespräch mit dieser Zeitung seine Entscheidung, sah aber kaum Handlungsspielraum: „Ich habe gemerkt, dass ich dem ganzen nicht mehr gerecht werde.“ Schon vor mehreren Wochen hätte Anders die Mannschaft darüber in Kenntnis gesetzt, dass seine persönliche Situation mit Beruf, Privatleben und der Trainertätigkeit schwierig sei. Jetzt zog der Personal-Trainer und wissenschaftliche Koordinator des Deutschen Karate Verbands die Reißleine. „Ich habe gern mit der Mannschaft zusammen gearbeitet. Das war für mich keine leichte Entscheidung – ich werd’s definitv vermissen“, erklärt Anders, der sich nun eine Auszeit vom Fußball nimmt.

Als Konsequenz dieser Entscheidung steht Calden vier Tage vor dem nächsten wichtigen Spiel in der Regionalliga beim Karlsruher SC also ohne trainertechnische Führung da. Ob sich bis zum Wochenende ein neuer Coach gefunden hat, erscheint derzeit mehr als fraglich. „Wir wollen jetzt nichts überstürzen. Zu viel Zeit dürfen wir uns aber auch nicht lassen“, klärt Hamel auf. Nach seinen Angaben hat der Sportliche Leiter Daniel Pfaffenbach bereits erste Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. (Raphael Wieloch)

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