Frauenfußball-Hessenliga: Zierenberg gastiert am Mühlbach beim SV Gläserzell – Team braucht jeden Punkt

Baden gehen ist für den TSV verboten

Die Zierenberger Abwehr darf heute den Gastgeberinnen vom SV Gläserzell keine großen Möglichkeiten einräumen: Kim-Aileen Schade macht es in dieser Szene vor. Foto:  Michl

Zierenberg. Um diese Aufgabe sind Zierenbergs Trainer Wolfgang Zientek und seine Spielerinnen nicht zu beneiden. Denn in der ersten Partie nach der Winterpause in der Frauenfußball-Hessenliga baut sich vor den Warmetalerinnen heute, 16 Uhr, beim SV Gläserzell eine nur ganz schwer zu überwindende Auswärtshürde auf. Es kann für die Zientek-Elf aber nur eine Devise geben: sie dürfen am Mühlbach im Fuldaer Stadtteil auf gar keinen Fall baden gehen, dürfen nicht mit leeren Händen den Heimweg antreten.

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Die Pflicht eines TSV-Dreiers, beziehungsweise schon ein Punktgewinn, untermauert das aktuelle Tabellenbild. Nach dem Spielausfall am vergangenen Wochenende gegen Wiesbaden rutschten die Zierenbergerinnen nämlich auf den zehnten Platz ab und fristen damit schon ein Dasein auf einem direkten Fahrstuhlplatz Richtung Verbandsliga. Aber auch die Osthessinnen von Trainer Goran Gajic dürfen sich keine Gastgeschenke erlauben, wollen sie ihr Mitspracherecht um die Relegation nach oben nicht aus dem Fokus verlieren. Momentan ist Gläserzell Dritter, hat bei einer weniger absolvierten Partie einen Fünf-Punkte-Rückstand auf den dort platzierten Mitbewerber Opel Rüsselsheim, wobei ein Hausherrensieg doppelt zu Buche schlagen könnte. Denn im Liga-Topspiel hat Rüsselsheim Spitzenreiter Eintracht Frankfurt zu Gast.

Apropos Frankfurt. Da stellt sich die Frage, ob und wie Gläserzell sein 0:11-Debakel am vergangenen Wochenende verdaut hat. Dass Zierenberg gegen den natürlich favorisierten SV Gläserzell aber durchaus etwas reißen kann, bewiesen sie ja in der Hinrunde mit einem 2:1-Heimsieg durch die Treffer von Fabienne Schlieper und Gianna Zachan. Erstgenannte steht nach ihrem Wechsel nach Calden nicht mehr im TSV-Kader wie ebenfalls mehrere andere Spielerinnen (wir berichteten).

Deshalb ist für Wolfgang Zientek nicht so sehr der Gegner das Problem, sondern die personelle Situation, welche Formation die Kastanien aus den Feuer holen soll. Trotzdem geht Zierenberg die Aufgabe mit Optimismus an. Gelingt es, die beiden Top-Vollstreckerinnen Michelle Beck und Alina Stöhr an die kurze Leine zu nehmen, könnte das die halbe Miete sein. (zih)

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