Balhorn muss absteigen

Ein ganz schwerer Gang: Durch eine 0:4-Heimniederlage gegen Wolfsanger muss Balhorn den bitteren Weg Richtung Kreisoberliga antreten. Foto: Michl

BALHORN. Die Würfel sind endgültig gefallen. Nach einer zweijährigen Fußball-Gruppenligazugehörigkeit muss der SV Balhorn in den sauren Apfel beißen und den bitteren Weg zurück in die Kreisoberliga antreten.

Der kleine Funke Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, zerplatze für die Elf von Jörg Krug am Pfingstsamstag am heimischen Distelberg wie eine Seifenblase, mussten sich die Balhorner doch dem TSV Wolfsanger mit 0:4 (0:1) geschlagen geben. Die Distelbergkicker hätten ohne Wenn und Aber den Dreier für sich reklamieren müssen, um vielleicht doch noch den Kopf aus der Abstiegsschlinge ziehen zu können.

Einen Vorwurf für die Nullnummer kann man dem SVB nicht machen. Die Hausherren präsentierten sich erneut kämpferisch stark und hätten den Chancen nach durchaus in Führung gehen können. Doch Alexander Wicke, Steffen Dietrich mit einem akrobatischen Fallrückzieher, oder Marius Crede hatten anscheinend ihre Stollenschuhe falsch justiert, verfehlten sie doch jeweils das Ziel um die sprichwörtliche Papierbreite, beziehungsweise Gästeschlussmann Marco Schneider kaufte ihnen den Schneid ab.

Hinzu kamen sträfliche und leichtfertige Abwehrfehler, einen davon nutzte Dennis Kahl (19.)wie aus dem Nichts“ zum Wolfsanger Führungstreffer. Mehr ließ SVB-Keeper Sebastian Schmidt, der gar nicht so oft spektakulär eingreifen musste, bis zum Gang zur Pausenerfrischung nicht zu.

Natürlich versuchten die Balhorner nach dem Seitenwechsel den Spieß umzudrehen, doch sie wurden dabei kalt erwischt. Gespielt waren gerade einmal in Durchgang zwei zehn Minuten, da gab Dennis Kahl (55.) Torwart Schmidt zum zweiten Mal das Nachsehen: 0:2.

Die Hausherren, die mit Waldemar Mezler und Nico Degenhardt auf zwei ganz wertvolle und wichtige Schlüsselspieler verzichten mussten, steckten aber keineswegs den Kopf in den Sand. Doch viel wollte ihnen gegen einen Gegner, der ohne Sorgen nach oben und nach unten frisch von der Leber weg aufspielen konnte, einfach nicht gelingen. Als sie dann auf Biegen und Brechen das Blatt noch wenden wollten, aufmachten, nutzten die Gäste von Coach Oliver Frank ihre ganze Routine und Cleverness und machten durch Rouven Höller (76.) und dem eingewechselten Max Roth (85.) den Sack endgültig zu. (zih)

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