Balhorn verliert gegen Chattengau/Metze 2:3

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Mann des Tages: Der Chattengauer Kevin Genilke (links), hier im Zweikampf mit dem Balhorner Evgenij „Eugen“ Cigrine, erzielte zwei Tore beim 3:2-Sieg seiner Elf am Distelberg.

Aufstieg zur Gruppenliga: In Unterzahl fiel der entscheidende Treffer.

Balhorn. Der Traum des Fußball-Kreisoberligisten SV Balhorn von einer Rückkehr in die höherklassige Gruppenliga erhielt im SVB-Auftaktspiel der Fünfer-Relegationsrunde am Samstagnachmittag vor 450 Zuschauern am heimischen Distelberg einen herben Dämpfer. Denn die Balhorner von Trainer Jörg Krug mussten sich dem Ortsnachbarn und Jugendspielpartner SG Chattengau/Metze mit 2:3 (1:1) geschlagen geben.

Die schmerzliche Niederlage muss Krug doch an die Nieren gegangen sein. Auf die Frage nach seiner Bilanz der Partie antwortete er mit einer Portion Sarkasmus: „Schreibt, die Gäste haben nach einem überragenden Spiel verdient gewonnen.“

Sein Chattengauer Kollege, Spielertrainer Matthias Tropmann war da schon realitätsbewusster: „Die kämpferisch starken Balhorner waren über weite Strecken besser. Wir haben aber den Kampf angenommen und uns dafür belohnt.“

Bereits in den Anfangsminuten hätte Balhorn das Signal auf Grün stellen können. Doch einmal scheiterte Kevin Manß am SG-Keeper Björn Schröck, der Glück hatte, als zwei Schüsse nur knapp an der Metallstange vorbeizischten. Dann bekamen die Vereinigten kurz hinter der Mittellinie in der Balhorner Hälfte einen Freistoß zugesprochen. Den Kevon Genilke (13.) aus gut 40 Metern am verdutzten Schlussmann Sebastian Schmidt zum 0:1 in den Kasten hämmerte.

Balhorn erhöhte natürlich noch einmal den Druck, rannte sich jedoch ein um das andere Mal in der Gästeabwehr fest. Dann ein langer Freistoß aus dem eigenen Halbfeld von Dennis Reitze. Genau auf den Kopf von Alexander Wicke (41.) - 1:1.

Anscheinend waren die Balhorner mit den Gedanken noch bei der Pausenerfrischung. Denn im zweiten Durchgang waren gerade einmal 90 Sekunden gespielt, da brachte Marcel Freudenstein (47.) im Nachschuss, den ersten hatte Torwart Schmidt glänzend pariert, seine Farben erneut in Front.

Dies blieb bis in die Schlussphase die einzige nennenswerte Chance der Chattengauer. Die Balhorner gaben nun klar den Takt vor, fuhren einen Angriff nach dem anderen und hätten den Sack zumachen können. Drei so genannte Hundertprozentige hatten sie auf den Stollenschuhen. Einmal verzweifelten sie an Schlussmann Schröck, zwei Mal rettete für ihn ein Abwehrbein auf der Linie.

Dann doch neue Balhorner Hoffnung. Alexander Wicke wird vor der SG-Strafraumgrenze von Dominik Grunewald als „letzter Mann“ von den Beinen geholt. Der Chattengauer sah Rot, den Freistoß hämmerte Kevin Möller (74.) zum 2:2 unhaltbar in den oberen Torwinkel.

Balhorn wollte natürlich mehr, wurde klassisch ausgekontert. Als Florian Degenhardt André Itter von den Beinen holt, nutzt Kevin Genilke (85.) den fälligen Strafstoß zum alles entscheidenden Chattengauer Siegtreffer.

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