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„Der Stolz überwiegt“

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Von: Martina Sommerlade

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Konzentriert beim Torwuf: Lea Willer.
Trainer Hoof/Sand/Wolfhagen © Joachim Hofmeister

Linden – Die Überraschung blieb aus. Doch auch wenn die 23:28 (10:13)-Niederlage der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen beim Spitzenreiter TSG Leihgestern nicht für eine Sensation reichte, so genügte sie doch für zufriedene Mienen bei den Gästen.

„Mit diesem Ergebnis kann ich gut leben. Meine Mannschaft hat alles gegeben und sich zu keinem Zeitpunkt des Spiels aufgegeben. Ich sollte vielleicht traurig über die erneute Niederlage sein, aber derzeit überwiegt einfach nur der Stolz auf mein Team“, war HSG-Trainer Chris Ludwig voll des Lobes. Und auch HSG-Akteurin Nele Bittdorf fand: „Wir haben gut gespielt. Wären wir in dieser starken Verfassung bei den vergangenen Spielen angetreten, hätten wir wahrscheinlich gewonnen.“

Die von der Rückraumspielerin angesprochene gute Verfassung zeigte sich allerdings erst ab der vierten Minute. Da lagen die Gäste bereits 0:4 hinten und Chris Ludwig schwante Böses. „Ich befürchtete, dass meine Mannschaft jetzt die Köpfe hängen lassen würde“, so der 39-Jährige.

Doch genau das Gegenteil trat ein. Lea Willer eröffnete mit ihrem Treffer (4.) den HSG-Torreigen, kurz darauf taten es ihr Karoline Happe, Hanna von Dalwig und Ilka Ritter nach.

Letztere erzielte in der zehnten Minute die erste Führung für die Gäste. Diese konnte bis zur Hälfte des ersten Durchgangs gehalten werden.

Nach dem 8:7 durch Larissa Mumberg geriet die Ludwig-Sieben indes durch eine laut Ludwig „unglückliche Zeitstrafe“ in Unterzahl. Diese Phase nutzten die routinierten Gastgeberinnen, um auf 11:8 davonzuziehen. Den Drei-Tore-Rückstand konnten die Vereinigten bis zum Gang in die Kabinen nicht mehr aufholen.

Nach dem Seitenwechsel erwischte die HSG den besseren Start und verkürzte auf 15:16 (34.). Die Hoffnung der mitgereisten HSG-Fans, das Spiel drehen zu können, dämpften dann zunächst die Hausherrinnen mit einem 5-Tore-Lauf zum 20:15 (42.). Doch auch davon ließ sich die Ludwig-Sieben nicht beeindrucken.

Bis kurz vor Abpfiff kämpften sie sich nochmals auf drei Tore heran (56.), mussten sich schlussendlich aber trotz aller Bemühungen geschlagen geben. „Der Sieg der Gastgeberinnen geht in Ordnung. Wir haben gut gespielt und hatten eine tolle Abwehr, aber auch in manchen Situationen einfach Pech. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir gegen den Spitzenreiter und noch dazu ersatzgeschwächt verloren haben. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, die Lust auf mehr macht. So können wir weiterspielen, dann muss uns vor niemandem Bange sein“, resümierte Ludwig. (Martina Sommerlade)

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