Bis kurz vor Schluss führte SG gegen Darmstadt

Bittere Niederlage für Hoof/Sand/Wolfhagen

Durchgesetzt: Lea Willer setzt sich hier gegen zwei Darmstädterinnen durch. Sie und Nele Bittdorf sehen später die Rote Karte. Ihr Fehlen machte sich bemerkbar. Foto: Sommerlade

Hoof – Am Ende flossen vereinzelt Tränen. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen ließen ihren Emotionen nach der 26:29 (13:13)-Niederlage gegen Schlusslicht TGB Darmstadt freien Lauf. Mit hängenden Köpfen verließen die Gastgeberinnen das Spielfeld.

Reden mochte zunächst niemand so richtig. Zu groß war die Enttäuschung über den erneuten doppelten Punktverlust, durch den sie nun ans Tabellenende rutschten, während die Gäste jetzt auf dem achten Platz rangieren.

Chris Ludwig fand beim anschließenden Trainergespräch recht schnell Worte zum Spiel: „Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Es hat gekämpft bis zum Schluss und eine tolle Moral gezeigt. Leider haben wir die ein oder andere Zeitstrafe zu viel bekommen und am Ende unglücklich verloren.“

Zu Beginn der Partie waren die Gastgeberinnen offensichtlich nicht ganz bei der Sache und lagen binnen weniger Minuten zunächst mit 0:4 (4.) und 3:7 (8.) hinten. „Da waren wir noch nicht da“, analysierte Ludwig den Spielabschnitt in dem er dann auch rasch eine Auszeit nahm. Nach ein paar deutlichen Worten lief es besser, aber dennoch nicht ganz rund bei den dreifach Vereinigten. Ab der 20. Minute nach dem viel umjubelten 9:9-Ausgleich durch Vanessa Kohler schien ein Ruck durch das Team zu gehen. „Der Zusammenhalt war wieder da und es wurde um jeden Ball gekämpft“, fasst Ludwig die Phase vor dem Halbzeitpfiff zusammen, in der sich die HSG auf 13:13 herankämpfte.

Im zweiten Durchgang erwischte die HSG den besseren Start und ging nach zwei Toren von Annika Neurath und einem Treffer von Larissa Lubach in Führung. Nach zwei Roten Karten gegen Lea Willer (32.) und Nele Bittdorf (50.) kam nach der 23:18 -Führung (42.) erneut ein Bruch ins Spiel. Das sah auch Trainer Ludwig so: „Der Ausfall der beiden Stammspielerinnen hat sich stark bemerkbar gemacht.“ So sehr, dass die Gäste bis zur 58. Minute zunächst auf 26:26 ausgleichen und am Ende den Sieg einfahren konnten.

„Davon geht die Welt nicht unter, wir haben zumindest gezeigt, dass wir uns von dem Spiel gegen Lumdatal erholt haben und zur mannschaftlichen Geschlossenheit zurückgefunden haben. Das gibt uns Zuversicht für die kommenden Spiele, in denen wir dann bestimmt auch wieder erfolgreich sein werden“, resümierte Ludwig.

HSG:Rodziewicz, Weinrich - von Dalwig 6, Neurath 4/4, Happe 4, Bittdorf 4, Lubach 3, Kohler 3, Sule 1, Frankfurth1/1 Ritter , Willer, Hrdina , Haupt.

TGB: Becker 8/4, Schuldt 5, Auernhammer 4, Weber 4, Binder 4, Jung 2, Stein 1, Corfei 1.

Besondere Vorkommnisse:Rote Karte Willer (32.) , Bittdorf (50.)

Spielverlauf:0:4, 6:7, 10:10, 13:13, 19:15, 23:18, 24:24, 26:26, 26:29.

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