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Calden gibt Sieg aus der Hand

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Von: Raphael Wieloch

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Zwei Hauptprotagonisten: Caldens Lena Wiegand (links) erzielte zwei Tore und Eileen Albers eins, das allerdings nicht zählte.
Zwei Hauptprotagonisten: Caldens Lena Wiegand (links) erzielte zwei Tore und Eileen Albers eins, das allerdings nicht zählte. © Raphael Wieloch

Karlsruhe/Calden – Maximal bitter verlief das Auswärtsspiel von Frauenfußball-Regionalligist TSV Jahn Calden, der beim Karlsruher SC eine 2:0-Führung aus der Hand gab und am Ende mit 2:3 (1:0) unterlag. Der Siegtreffer des KSC fiel in der Nachspielzeit.

Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Lutz Anders war für Daniel Pfaffenbach, eigentlich Sportlicher Leiter beim TSV, die erste Erfahrung als Coach an der Seitenlinie. Und eigentlich begann das Spiel vielversprechend: „Wir waren von Beginn an bissig und präsent. Wir hatten den KSC lange im Griff“, sagte Pfaffenbach nach seinem Debüt auf der Trainerbank. Und Pfaffenbach musste sich gar nicht lange gedulden, bis seine Mannschaft die Dominanz auf dem Spielfeld in etwas Zählbares ummünzte. In der 18. Minute erzielte Lena Wiegand die Führung für die Caldenerinnen, nachdem sie im Gewühl die Übersicht wahrte. Mit dieser Führung ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Gäste dort an, wo sie aufgehört hatten, und erhöhten auf 2:0 – wieder war Wiegand zur Stelle (59.). Zuvor wurde ein eigentlich reguläres Tor von Eileen Albers aberkannt, weil die Schiedsrichterin den Ball zuvor im Seitenaus gesehen hatte. „Wir haben das gecheckt. Der Ball war nicht im Aus“, ärgerte sich Pfaffenbach. Und er sollte sich noch weiter ärgern. Denn Melissa Zweigner-Genzer gelang in der Schlussphase der Anschlusstreffer (74.).

Zittern war nun angesagt. Der KSC erhöhte die Schlagzahl und kam kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich – Neele Beck ließ sich als Torschützin feiern (89.). Aber noch war nicht Schluss. „Der KSC war bei Standards unfassbar stark“, fiel Pfaffenbach auf. Und in der Folge einer solchen Standardsituation fiel schließlich auch der KSC-Siegtreffer. Nach einem Eckball bekamen die Caldenerinnen den Ball nicht entscheidend geklärt und so kam Nutznießerin Michaela Scheid an die Pille und erzielte das 3:2 – in der dritten Minute der Nachspielzeit. Übrigens: Eine weitere bittere Nachricht gab es für den TSV bereits vor dem Anpfiff. Arlene Rühmer verletzte sich beim Aufwärmen. (Raphael Wieloch)

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