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Calden kriegt sein Endspiel

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Von: Raphael Wieloch

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Kampf um jeden Zentimeter: Sophie Waldherr (rechts) vom TSV Jahn Calden packt die Grätsche aus und klärt die Situation vor der heranstürmenden Frankfurterin Franziska Riepl.
Kampf um jeden Zentimeter: Sophie Waldherr (rechts) vom TSV Jahn Calden packt die Grätsche aus und klärt die Situation vor der heranstürmenden Frankfurterin Franziska Riepl. © Raphael Wieloch

Calden – Da war mehr drin: Trotz 2:0-Führung mussten sich die Fußballerinnen des TSV Jahn Calden am Ende mit einem 2:2 (2:1) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt III zufrieden geben. Damit steht fest: Den Frauenfußball-Regionalligist erwartet am kommenden Wochenende gegen den SC Freiburg II ein echtes Endspiel um den ersten Platz.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat heute geliefert“, erklärte TSV-Trainer Lutz Anders kurz nach dem Schlusspfiff. Und ja, zunächst lieferten die Caldenerinnen auch – obwohl die Eintracht druckvoll in die Partie startete. Aber als sich die Gastgeberinnen das erste Mal aus der Umklammerung lösten, stand es auch schon 1:0. Lang geschlagener Ball auf Angreiferin Johanna Hildebrandt und die Defensive der Gäste war ausgehebelt. Ohne lange zu fackeln, nahm Hildebrandt den Ball an und schweißte ihn ins Netz (4.).

Was für ein Start für den TSV. Und es kam noch besser. Hildebrandt setzte sich im Strafraum energisch durch und legte mit viel Übersicht quer auf die mitgelaufene Sophie Waldherr – 2:0. Nach neun Minuten. So einfach kann Fußball sein.

Die Gäste wirkten ob des frühen Doppelschlags sichtlich mitgenommen und brauchten einige Zeit, bis das Bällchen wieder rund lief. Insgesamt hatten die Caldenerinnen aber alles im Griff. Zumindest schien es so. Denn letztlich brachte eine Standardsituation wieder Spannung in dieses Spiel. Einen scharf getretenen Eckstoß Richtung ersten Pfosten bugsierte wohl Esma Özdemir unglücklich ins eigene Tor (40.). Völlig unnötig und auch der Zeitpunkt kurz vor der Pause war nicht gerade der günstigste.

„Uns hat in der zweiten Halbzeit die Entlastung gefehlt“, so Anders, der nach dem Seitenwechsel mitansehen musste, wie sich die Eintracht immer mehr Spielanteile erarbeitete. Und nur elf Minuten nach Wiederbeginn war es passiert: Den Gästen gelang der Ausgleich. Obwohl die Caldenerinnen lautstark Abseits reklamierten, blieb die Pfeife der Schiedsrichterin stumm. So hatte die eingewechselte Gina-Lolita Buglisi freie Bahn und traf ins lange Eck (56.). (Raphael Wieloch)

TSV Jahn Calden: Pottek – Nuhn, Özdemir, Schäfer, Braun – Sirringhaus (90. Künzl) – Waldherr, Wiegand, Rühmer (81. Wickert), Albers – Hildebrandt (85. Koch)

Eintracht Frankfurt III: Bläser – Würtele, Weinel, Müller (63. Hesselbach), Felchle – Kanthak, Beuth – Karich, Springer, Riepl (30. Buglisi) – Limani

Schiedrichterin: Sabine Stadler (Gläserzell).

Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 Hildebrandt (4.), 2:0 Waldherr (9.), 2:1 Özdemir (40., Eigentor), 2:2 Buglisi (56.)

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