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Angekommen im Loch

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Von: Raphael Wieloch

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Unter Kontrolle: Rothwestens Dejan Bojic (links) schirmt den Ball vor Calden/Meimbressens Tristan Krug ab.
Unter Kontrolle: Rothwestens Dejan Bojic (links) schirmt den Ball vor Calden/Meimbressens Tristan Krug ab. © Raphael Wieloch

Calden – Von einer Krise wollte Altan Ersoy nicht sprechen. Leistungs- und ergebnistechnisch befinde sich seine Mannschaft nach der 0:3 (0:2)-Niederlage gegen den TSV Rothwesten aber sehr wohl in einem Loch. Mit der dritten Pleite in Serie für Fußball-Gruppenligist SG Calden/Meimbressen scheint die Leichtigkeit, die zu Saisonbeginn noch vorherrschend war, gänzlich abhandengekommen zu sein.

Uninspiriert, anfällig, ideenlos – so oder so ähnlich lässt sich der Auftritt der Spielgemeinschaft zusammenfassen. Dabei erarbeitete sie sich zunächst ein optisches Plus. Und vielleicht hätte dieses Spiel einen ganz anderen Verlauf genommen, wenn Jason Busch nach Vorlage von Marko Utsch genauer gezielt hätte. Aber Busch verpasste das Tor mit seinem Schuss denkbar knapp (13.). Umso ärgerlicher, dass es wenig später auf der Gegenseite klingelte. Mit dem ersten gelungenen Angriff der Gäste erzielte Eltioni Pietri die Führung (15.) – die Vorarbeit kam von Dejan Bojic.

Dieses Tor hatte sich keinesfalls angedeutet, sprach aber für Rothwestens Effizienz. Dass dieser Bereich aktuell eine kleine Baustelle der Spielgemeinschaft ist, zeigte die 41. Minute: Utsch flankte auf den zweiten Pfosten, wo Hannes Dittmar volles Risiko ging und den Ball volley neben das Tor setzte. Anschließend folgte ein Déjà-vu ganz bitterer Natur: Denn wieder traf Rothwesten kurz nach einer vergebenen Torchance der Gastgeber. Pietri erzielte sein zweite Tor (42.)

„Wir verlieren das Spiel in der ersten Halbzeit durch individuelle Fehler“, analysierte später Calden/Meimbressens Trainer Ersoy, der zu Beginn der zweiten Halbzeit dreifach wechselte und Leon Ständer, Noah Bojic und Nils Mackewitz aufs Feld schickte. Letzterer war an der ersten gefährlichen Offensivaktion des zweiten Durchgangs beteiligt, als er eine Freistoßflanke von Utsch über das Rothwestener Tor köpfte.

Auch Noah Bojic hätte für den Anschlusstreffer sorgen können, ließ eine Chance aus aussichtsreicher Position aber ungenutzt. Die vielleicht beste Möglichkeit für die Gastgeber hatte in der Folgezeit Utsch, der aber an einer glänzenden Reaktion von Pascal Neufogt im Rothwestener Tor verzweifelte (72.).

Und so kam es, wie es kommen musste. Die Spielgemeinschaft hatte die Chancen, die Tore fielen aber auf der anderen Seite. Zunächst scheiterte Pietri an Steven Berndt, der im Tor den verhinderten Dominik Hernandez-Szarka vertrat. Beim Nachschuss hatte der Angreifer keine Mühe und avancierte mit seinem dritten Tor zum Spieler des Spiels (77.).

„Wir haben heute wieder Lehrgeld bezahlt“, stellte Ersoy fest. Ob das mit den Lehrgeldzahlungen so weitergeht, bleibt abzuwarten. Der nächste Gegner heißt Hombressen/Udenhausen. (Raphael Wieloch)

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