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Calden zurück in der Spur

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Von: Raphael Wieloch

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Nicht genau genug gezielt: In dieser Szene vergibt Caldens Johanna Hildebrandt (Bildmitte, hier gegen Münchens Torfrau Nicola Stadel) eine gute Torchance. Später erzielte sie das 2:0.
Nicht genau genug gezielt: In dieser Szene vergibt Caldens Johanna Hildebrandt (Bildmitte, hier gegen Münchens Torfrau Nicola Stadel) eine gute Torchance. Später erzielte sie das 2:0. © Raphael Wieloch

Calden – Die Fußballerinnen des TSV Jahn Calden sind wieder auf Kurs: Auf das ernüchternde 1:3 in Offenbach ließ der Regionalligist einen 2:0 (0:0)-Erfolg im Heimspiel gegen den FFC Wacker München folgen. Dank des zweiten Saisonsiegs bleiben die vorderen Tabellenplätze in Reichweite.

„Wir wollten den Anschluss nach oben halten – das haben wir geschafft“, erklärte Caldens Trainer Lutz Anders, dessen Team von Beginn an um Spielkontrolle bemüht war. Weil die eigenen Ballbesitzphasen zunächst aber zu kurz ausfielen, klappte dieses Vorhaben nur bedingt. Resultat: ein niveauarmes Spiel mit wenigen Höhepunkten. Johanna Hildebrandt mit einem abgeblockten Schuss (5.) und Arlene Rühmer mit einem entschärften Freistoß (16.) – das waren die nennenswerten Offensivaktionen im ersten Durchgang. „Irgendwann ist das Spiel so vor sich hingeplätschert“, meinte auch Anders.

Mit Beginn der zweiten Hälfte entwickelte Calden aber merklich mehr Zug zum Tor und zündende Ideen. Und apropos Ideen: Dass es in der Regel ein guter Einfall ist, bei Standardsituationen den Kopf von Sharon Braun anzuvisieren, bewahrheitete sich in der 58. Minute. Rühmer schlug einen Eckstoß scharf in den Strafraum, wo die Kapitänin den Ball wuchtig ins Tor köpfte. Die Führung, sie war verdient. Und sie hatte sich auch angedeutet. Denn kurz zuvor scheiterte Rühmer an einer starken Reaktion von Münchens Torfrau Nicola Stadler.

Es lief nun deutlich runder. Da waren mehr Tempo und Entschlossenheit zu erkennen. Aber auch in puncto Kreativität legte Calden mal mindestens eine Schippe drauf. Und der Sack hätte nur eine Zeigerumdrehung nach der Führung bereits zu sein können, allerdings verzweifelte Hildebrandt an einer starken Fußabwehr Stadlers.

Die Entscheidung ließ noch auf sich warten. Und die eine oder andere brenzlige Situation musste Calden noch überstehen. Richtig knapp wurde es, als eine Münchenerin Caldens Torfrau Jana Schiffhauer bereits passiert hatte, sich dann aber den Ball zu weit vorlegte. Glück für den TSV. Eine weitere Möglichkeit der Gäste vereitelte die aufmerksame Schiffhauer, als Milena Proske sie mit einem satten Schuss zu einer Glanztat zwang.

In der Schlussphase angekommen, gelang es Calden, die Druckphase der Gäste zu beenden. Viel lief nun über die Flügelpositionen – und Standards. Wieder nach einer Rühmer-Ecke klingelte es. Diesmal war Hildebrandt zur Stelle (88.). (Raphael Wieloch)

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