1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Hofgeismar/Wolfhagen

Späte Erlösung beim Schlusslicht

Erstellt:

Von: Raphael Wieloch

Kommentare

Vorbereiterin: Caldens Lena Wiegand (links) trat den Eckstoß, der zum 1:0 führte.
Vorbereiterin: Caldens Lena Wiegand (links) trat den Eckstoß, der zum 1:0 führte. © Raphael Wieloch

Rüsselsheim/Calden – Pflicht erfüllt: Der TSV Jahn Calden feierte beim weiterhin sieglosen Tabellenschlusslicht SC Opel Rüsselsheim einen 2:0 (0:0)-Erfolg und verbesserte sich auf Platz sechs. Damit bleibt der Frauenfußball-Regionalligist auch im dritten Spiel unter Patrick Gries als neuer Trainer ungeschlagen.

Wenn aus einer Pflichtaufgabe ein Geduldsspiel wird – so oder so ähnlich ließ sich der Spielverlauf zusammenfassen. Denn trotz drückender Überlegenheit, gerade in der zweiten Halbzeit, musste sich Calden lange gedulden, bis das erlösende erste Tor fiel. Das erzielte schließlich Nina Dietrich nach einem Eckball von Lena Wiegand in der 89. Minute. Für den 2:0-Endstand sorgte die eingewechselte Seynabou Sow, die nach einem feinen Spielzug von der Strafraumgrenze ebenso wie Dietrich ihr erstes Saisontor markierte (90. +2).

„Wir sind bis zum Schluss geduldig geblieben. Das war am Ende ausschlaggebend“, resümierte Gries, der seine Mannschaft anders als zuletzt im 4-4-2 aufs Feld schickte und Merit Maaßen als zweite Spitze neben Johanna Hildebrandt brachte. Zudem stand überraschenderweise Leonie Pottek anstelle von Jana Schiffhauer zwischen Pfosten. „Leonie war im Training sehr ehrgeizig. Sie hat sich diesen Einsatz verdient“, sagte Gries.

In der ersten Halbzeit durfte sich Pottek noch das eine oder andere Mal auszeichnen, weil sich Rüsselsheim nicht versteckte und durchaus mitspielte. Das änderte sich jedoch mit Beginn der zweiten Hälfte. Es entwickelte sich ein Spiel in eine Richtung. Die Gäste machten Druck, Rüsselsheim konzentrierte sich aufs Verteidigen.

Calden erarbeitete sich im gesamten Spielverlauf eine ganze Reihe von guten Chancen, doch die letzte Präzision fehlte zunächst. „Da waren sicher sechs, sieben gute Möglichkeiten“, so der Caldener Coach. Dass sich Geduld manchmal auszahlt, bewies dann die Schlussphase, in der sich Calden eine späte Erlösung verdiente. (Raphael Wieloch)

Auch interessant

Kommentare