Carlsdorf weiter ohne Sieg

Vorlage zum Tor : Jens Brand von der TSG bringt den Ball nach innen. Carlsdorf Kevin Eckhardt kann nicht abwehren, der Ball geht an den Pfosten, und Armend Berbatovci kann dann zur 2:1-Führung für die TSG einschieben. Foto: Rieß

Hofgeismar/Wolfhagen – Die Fußball-Kreisliga A hat einen neuen Tabellenführer: den SV Espenau. Der löste mit einem 10:1-Schützenfest bei Immenhausen II die punktgleiche SG Diemeltal an der Spitze ab. Spielfrei hatte der Drittplatzierte Calden/Meimbressen II, der aber punktgleich mit dem Führungsduo in Lauerstellung liegt. Neben Immenhausen II muss auch Kreisoberligaabsteiger Carlsdorf weiter auf den ersten Sieg warten. Die Gelb-Schwarzen mussten am heimischen Heideweg dem Aufsteiger TSG Hofgeismar mit 1:4 Toren Tribut zollen. Mit der SG Altenhasungen/Oelshausen/Istha sorgte ein weiterer Aufsteiger für Furore. Nach dem die Erpetalvereinigten am Donnerstag Hofgeismar mit 6:2 in die Schranken wies, meisterten sie diesmal die Auswärtshürde Fürstenwald mit 4:2 und verbesserten sich auf Rang sechs.

Carlsdorf - Hofgeismar 1:4 (1:3). Ein enttäuschter TSV-Fußballchef Dirk Deichmann bilanzierte die Niederlage fast schon resignierend kurz und knapp: „Die Seuche geht weiter.“ Die gelbschwarzen Hausherren wurden eiskalt erwischt. Gespielt waren am Heideweg gerade einmal 100 Sekunden, da zirkelte Krzysztof Michal Zawadzki mit einem Sonntagsschuss am Sonntagnachmittag den Ball aus eigentlich unmöglichen Winkel von der Torauslinie in den von Nico Deppe gehüteten TSV-Kasten - 0:1. Carlsdorf steckte die kalte Dusche aber schnell weg, nahm mehr und mehr das Spiel in die Hand und hätte den Chancen nach durchaus das Blatt wenden können. Doch mehr als der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Yannic Harbusch (22.) wollte ihnen einfach nicht gelingen. Dirk Deichmann: „Wenn du oben stehst, gehen die Dinger rein. Hockst du aber ganz tief im Keller, dann zeigt dir Fortuna die kalte Schulter. Wobei es schon ein Kunststück war, dass wenig später Lennart Wenzel eine hochkarätige Chance versemmelte.

Doch nicht nur in der Offensive klebte den Carlsdorfern das Pech an den Schuhen, auch in der Defensive waren sie großzügig mit Geschenken. Einen eklatanten Abwehrschnitzer bestrafte Armend Berbatovci (32.) mit der erneuten Führung der Würfelturmstädter, dann gab der „Pechvogel des Tages“, Lennart Wenzel (34.) seinem eigenen Keeper das Nachsehen und sorgte mit einem Eigentor für den 1:3-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Gelb-Schwarzen alles auf eine Karte, erspielten sich nicht nur optisch ein Plus, sondern auch mehrere gute Einschussmöglichkeiten. Doch der krönende Abschluss wollte ihnen einfach nicht gelingen. Wie man ins Schwarze trifft, zeigte ihnen dann Jens Brand (85.), der mit einem lehrbuchmäßigen Konter zum 1:4 den Deckel für Hofgeismar endgültig draufmachte.

Fürstenwald - Altenhasungen/Oelshausen/Istha 2:4 (1:1). Mit dem schnellsten Tor des Tages, gespielt waren noch keine 60 Sekunden, brachte Alexander Damm (1.) die Platzherren in Führung. Doch das blieb lange Zeit die einzige Fürstenwälder Duftmarke, wobei die Platzherrenabwehr ein um das andere Mal mit dem letztjährigen B-Liga-Torschützenkönig Mario Plutz Probleme hatte, ihn kaum in den Griff bekam. Plutz (20.) benötigte jedoch einen Strafstoß zum 1:1-Ausgleich und machte nach der 1:2-SG-Führung durch Toni Schubert (53.) im Doppelpack (56., 71.) den Sack für die Erpetaler zu. Es hätte aber auch noch mehr sein können. Im Zeichen der klaren Führung nahmen die Gäste etwas den Fuß vom Gas, mehr als die Resultatsverbesserung durch Matthias Rehrmann (82.) aber ließen sie nicht zu.

Schauenburg II - Diemeltal 2:1 (1:0). Ein hochverdienter Sieg der Platzherren gegen den angereisten Tabellenführer, der dieses Prädikat aber nicht rechtfertigen konnte und auf Platz zwei zurückfiel. Der Schauenburger Heinz Mähl: „Vom Anstoß weg haben wir das Heft in die Hand genommen, konnten unsere Dominanz aber nur durch Christian Lies (6.) zur knappen Pausenführung zählbar umsetzen. Damit waren die Gäste aus dem Diemeltal noch sehr gut bedient.“ Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Elgershäuser Goldberg. Die Schauenburger gaben weiter den Takt vor und hätten den Chancen nach ihr Torkonto kräftig aufstocken können. Doch nur Adrian Siciliano (76.) traf ins Schwarze. Wie aus dem Nichts konnte Lukas Schneider (85.) verkürzen. Der Platzherrensieg war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Ein Diemeltaler (90.+2) sah die Rote Karte. Immenhausen II - Espenau 1:10 (1:4). Die Gäste erwischten einen Blitzstart, gingen früh durch Benedikt Sandrock (2.) in Führung, die Alexander Klindworth (17.) ausbaute. Trotz Unterzahl, Immenhausens Mert Ongun (21.) sah Rot, erzielte Nils Hellwig (22.) den Anschlusstreffer und weckte neue Hoffnungen, zumal Immenhausen jetzt gut mithielt. Nach dem Doppelschlag von Alexander Klindworth (35., 37.) war dann aber schon vor der Pause die Messe gelesen. Nach dem Seitenwechsel diktierte Espenau deutlich das Geschehen, hätte durchaus mehr als die weiteren Tore durch Sebastian Hackert (59.), Klindworth (62.), Nico Weller (67., 81.) und David Moldenhauer (76., 90.) machen können. 

Weser/Diemel - Riede 5:1 (0:1). Die Gäste legten einen Blitzstart hin und hätten in der Anfangsphase durchaus mehr als den Führungstreffer durch Alban Haliti (2.) machen können. SG-Urgestein Karl-Erwin Franz: „Erst nach gespielten 25 Minuten drehte unsere Mannschaft dann den Spieß um und hatte nun das Spiel und den Gegner voll im Griff. Sie musste aber trotz mehrerer Topchancen bei einem sogenannten Einbahnstraßenspiel, immer nur in Richtung des Gästegehäuses, mit einem Rückstand in die Pause gehen.“ Mit dem Schicksal haderte Paulo Neno. Er traf nur zwei Mal die Metallstange. Nach der Pause änderte sich nicht viel auf dem Platz. Weser/Diemel blieb die klar spielbestimmende Mannschaft, hatte nun auch das Schussvisier besser justiert und tütete durch David Santiago (53.), Noah Budalic (60., 82.), Marcel Peters (69.) und Dustin Genz (74.) den Dreier ein. Es hätte auch noch mehr sein können. 

Hombressen/Udenhausen II - Schöneberg 2:2 (1:1). Die Gäste gingen zwei Mal durch Fabrice Neth (4.) und Kai Richter (62.) in Führung. Noah Winter (23.) konnte zwischenzeitlich ausgleichen und fast mit dem Schlusspfiff rettete Jan Tölle (89.) der Verbandsligareserve zumindest einen Punkt. Es war die einzige SG-Chance in Durchgang zwei.

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