Auch Nationaltrainer hat Augenmerk auf Jugendspielerin Hanna Krohne

Das Ziel heißt Bundesliga

Zwei Mannschaften, ein Ziel: Hanna Krohne spielt in der Jugendmannschaft von Bundesligist Gütersloh, und hat eine Zweitspielberechtigung für die C-Jugend von Calden/Grebenstein/H./U. Ihr Ziel: Sie will einmal Bundesligaspielerin werden.
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Zwei Mannschaften, ein Ziel: Hanna Krohne spielt in der Jugendmannschaft von Bundesligist Gütersloh, und hat eine Zweitspielberechtigung für die C-Jugend von Calden/Grebenstein/H./U. Ihr Ziel: Sie will einmal Bundesligaspielerin werden.

Sport und Englisch sind ihre Lieblingsfächer, doch eines macht sie noch viel lieber: Fußball spielen. Und am besten noch: Tore schießen. Hanna Krohne will Bundesligaspielerin werden.

Das Hobby Fußball nimmt einen großen Raum ein im Leben der Caldenerin. 20 bis 25 Stunden pro Woche ist sie in Sachen Fußball unterwegs. Doch ihr Traum, der zugleich ihr Ziel ist, ist klar: Sie möchte einmal in der Bundesliga spielen. Und allzuweit ist die 14-Jährige Meimbresserin von dem Ziel gar nicht entfernt. Seit dieser Saison zählt sie zum U17-Kader von Bundesligist Gütersloh, in der Hessenauswahl spielte und traf sie schon mehrmals und auch zu einem Sichtungslehrgang der Deutschen U15-Mannschaft nach Duisburg wurde sie jetzt eingeladen.

Mit Fußball hat Hanna zu tun, seit sie denken kann. Mutter Karina war einst, neben Martina Müller, eine der Stärksten im Caldener Team und stand vier Jahre im Dienst von Fußball-Bundesligist FFC Frankfurt. Schon als Kleinkind war sie oft an der Hand von Mama auf dem Sportplatz in Calden, wo Papa Tobias für die SG Calden/Meimbressen spielte. Und später sah sie ihrem Vater, der mit Calden und Grebenstein in der Verbandsliga spielte, öfter als Trainer von Hombressen/Udenhausen zu. Dennoch war es nicht gleich der Fußball, dem sie sich verschrieb, sondern die Leichtathletik. „Am besten war ich im Sprint“, erinnert sie sich.

Eine Eigenschaft, die ihr auch auf dem Fußballplatz zugute kommt. Klar, dass sie das Fußballspielen in Calden erlernte. Heute spielte sie, zusammen mit den Jungs, in der C-Jugend. Leider nur Kreisliga, wie sie bedauert, da es im Gegensatz zum Vorjahr keine Gruppenliga mehr gibt, wie Vater Tobias ergänzt. So trainiert Hanna einmal pro Woche in Nordhessen mit der C-Jugend von Calden/Grebenstein/Hombressen/Udenhausen und zweimal im knapp 120 Kilometer entfernten Gütersloh.

Ihre Mitspielerinnen dort sind meist zwei Jahre älter als sie und als sie diesen Sommer zum ersten Mal zum Training dort war, „war ich schon ein wenig nervös“. Doch das Lampenfieber minderte ihre Leistung nicht. Sie konnte es gut wegstecken und war auf den Punkt topfit. Bei den Testspielen wurde sie schon mehrfach eingesetzt und ihr Ziel ist es natürlich, sich einen festen Platz im Kader zu erkämpfen.

Den Fahrdienst zum Training übernehmen die Eltern oder auch mal die Großeltern. Vier Stunden ziehen dabei ins Land. Eine gute Stunde hin, die gleiche Zeit zurück, und dann zwei Stunden Aufenthalt dort. „Aber wir machen es gerne“, sagt Tobias Krohne. Und beim Training beim Bundesligisten lerne man jede Menge. „Es geht auch sehr viel um Taktik“, erzählt Hanna, die zudem noch am Stützpunkt-Training in Wolfhagen teilnimmt.

Viel Zeit für andere Hobbys bleibe da nicht, so das vermutlich größte Nachwuchstalent Nordhessens. Soziale Kontakte vernachlässigt sie dennoch nicht. Aber die dominierende Rolle in ihrer Freizeit spiele natürlich der Fußball. Und die Eltern unterstützen sie, wo sie können. „Wir setzen sie aber nicht unter Druck. Das macht sie höchstens selbst“,sagt Vater Tobias, der selbstredend schon ein wenig stolz auf seine Tochter ist. Nur eines wird den Eltern nicht gefallen: Hanna ist Bayern-Fan, während die Eltern Dortmund bzw. Schalke die Daumen drücken. Aber als Bayern-Fan ist Hanna in der Familie nicht alleine. Auch ihre achtjährige Schwester Kimi (die neben Tennis natürlich auch Fußball spielt) fiebert mit Kimmich, Müller, Neuer und Co.

Von Michael Rieß

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