Drei Brüderpaare

Die Brüder aus Deisel: Die Krulls, Meimbresses und Stübeners stehen gemeinsam auf dem Feld

Auf dem Foto sind mehrere Männer zu sehen.
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Diese drei Brüderpaare stehen für den Kreisoberligisten Deisel gemeinsam auf dem Sportplatz: Jannis und Till Meimbresse, Marco und Michel Stübener sowie Robin und Felix Krull (von links).

Wir haben kurz vor Weihnachten drei Brüderpaare aus Deisel getroffen, die gemeinsam auf dem Feld stehen und Fußball spielen.

Deisel – „Nee, zu Verwechslungen auf dem Platz kommt es nicht. Wir sehen uns ja jetzt alle auch gar nicht so ähnlich“, sagt Robin Krull und sorgt für Gelächter. Sagen wir es mal so. Die Schiedsrichter notieren sich ja meist nur die Nummern der Spieler – das vereinfacht die ganze Sache enorm. Denn beim Kreisoberligisten in Deisel spielen drei Brüderpaare.

Woche für Woche stehen Jannis und Till Meimbresse, Marco und Michel Stübener sowie Robin und Felix Krull gemeinsam auf dem Platz.

Fußballspielen wurde allen sechs Deiselern in die Wiege gelegt

„Ein Mal Deisel, immer Deisel“, sind sich schnell alle einig. Das Fußballspielen wurde allen sechs Deiselern in die Wiege gelegt, weil ihre Väter jeweils auch schon unter anderem für den TSV auf dem Feld standen. Markus Meimbresse spielte in der Jugend und Senioren wie auch Sebastian Krull für Deisel. Thorsten Stübener lief eine Saison bei der TSV Immenhausen auf und stand bei Weser/Diemel im Kader. Dort war er auch als Trainer tätig. Markus Meimbresse trainierte zudem seine Söhne eine Zeit lang selbst in der Jugend.

„Es ist einfach nur toll. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Freundschaft und Fußball“, sagt Jannis Meimbresse. Sein Teamkollege Marco Stübener sitzt neben ihm und bestätigt: „Das hast du jetzt aber schön gesagt.“

Beim TSV Deisel ist alles sehr familiär – große Feste werden legendär gefeiert

Im Gespräch mit den Krulls, Meimbresses und Stübeners wird schnell klar, dass ihnen der Verein sehr am Herzen liegt. Eben weil es beim TSV familiär ist, auf dem Platz gute Freunde miteinander um Punkte kämpfen und weil es gute Feste gibt. Es gab bis 2019 drei Feiern pro Jahr, die sehr gut angenommen worden sind. „Dann am nächsten Tag mit einem Kater zu spielen, ist natürlich nicht besonders förderlich“, sagt Robin Krull und lacht.

„Hier auf dem Dorf und rund um den Sportplatz wird sehr viel gemacht. Alles für’s Team“, sagt Jannis Meimbresse. Sei es der Mähroboter, der den Rasen in Schuss hält, der Vereinsraum, der renoviert wurde oder die Toiletten, die im kommenden Jahr saniert werden.

In der Winterpause juckt es vor allem Marco Stübener in den Füßen

Und was passiert in der Winterpause? „Ohne Fußball ist das Leben nicht so schön. Wir haben einen festen Sonntagsrhythmus, der ist nun völlig durcheinander“, sagt Marco Stübener. Allen würde es in den Füßen jucken.

„Wir gehen zumindest ein Mal pro Woche in die Halle“, sagt sein jüngerer Bruder Michel. Da sind sich sofort alle einig: „Oh ja, Michel ist ein sehr guter Fußballer für die Halle. So dribbelstark.“

Das Fazit zur Hinrunde in der Kreisoberliga Hofgeismar-Wolfhagen fällt positiv aus

Als die Brüder aus Deisel ein Fazit zur Hinrunde in der Kreisoberliga ziehen sollen, blicken sie zurück – und schwelgen in Erinnerungen: „Gegen Balhorn haben wir ein geiles Spiel gemacht“, erinnert sich Michel Stübener. Das war die erste Partie in der neuen Serie. Der TSV siegte zuhause 4:0 – ein perfekter Start in die Saison. „Deisel ist eine Festung“, sagen die Jungs und lachen.

Das Team von Trainer Roberto Heuser hat aus 13 Spielen 16 Punkte geholt. „Wir sind gut gestartet und dann leider in ein Loch gefallen“, bilanziert Kapitän Robin Krull. Er konnte ab dem Spiel in Ersen (0:1) nicht mehr eingreifen. Der 26-Jährige zog sich in dieser Partie einen Kreuzbandriss zu. Einen Versuch will er aber noch mal wagen – am liebsten zum Start der Rückrunde.

Die Brüderpaare hoffen auf genesene Leistungsträger, die zur Rückrunde wieder angreifen können

„Personell kann es zur Rückserie nur besser werden“, sagt Marco Stübener. Mit fitten Leistungsträgern sollen dann weitere Punkte in der Kreisoberliga geholt werden.

Und am besten sollen so tolle Spiele wie gegen FSG Weidelsburg wiederholt werden: „Da haben wir 1:0 gewonnen. Ein geiles Spiel, in dem wir sehr kampfbetont aufgetreten sind“, sagt Michel Stübener. (Cora Zinn)

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