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Die Suche nach der Form

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Von: Raphael Wieloch

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Flott unterwegs: Caldens Johanna Schäfer (blaues Trikot) und Alberweilers Anna Lena Volles (rechts) liefern sich ein Laufduell. TSV-Torfrau Jana Schiffhauer (links) hat aufgepasst und fängt den Ball ab.
Flott unterwegs: Caldens Johanna Schäfer (blaues Trikot) und Alberweilers Anna Lena Volles (rechts) liefern sich ein Laufduell. TSV-Torfrau Jana Schiffhauer (links) hat aufgepasst und fängt den Ball ab. © Raphael Wieloch

Calden – Schmeichelhaft: Der TSV Jahn Calden kam im Heimspiel gegen den SV Alberweiler nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und sucht damit weiter nach seiner Form. Am Ende durfte sich der Frauenfußball-Regionalligist sogar glücklich schätzen, überhaupt einen Punkt eingefahren zu haben.

Aus dem erhofften Sieg für Aushilfstrainer Daniel Pfaffenbach wurde nichts. Caldens Sportlicher Leiter war nach dem Rücktritt von Lutz Anders zusammen mit Holger Warzecha in die Bresche gesprungen und coachte das Team in den vergangenen vier Partien. Drei Unentschieden, eine Niederlage – so lautet die Bilanz. Und auch nach neun Spielen weiß niemand so recht, wo Caldens Reise in dieser Saison hingeht. Aktuell jedenfalls hinkt der TSV den eigenen Ansprüchen gewaltig hinterher.

„Das war heute kein Vergleich zu den letzten Spielen“, sagte Pfaffenbach, dessen Mannschaft gedanklich nie so richtig auf der Höhe zu sein schien. Alberweiler kontrollierte das Mittelfeld und war in den entscheidenden Momenten den viel zitierten Schritt schneller. Calden dagegen hatte große Schwierigkeiten, das Bällchen laufen zu lassen. Hinzu kam, dass die Gastgeberinnen im Spielaufbau selten die Ruhe bewahrten und so Fehlpass über Fehlpass produzierten. Dennoch bot sich durch eine Doppelchance für Johanna Hildebrandt und Lena Wiegand die Chance auf die Führung – beide scheiterten (34.).

Nach einer wenig berauschenden ersten Halbzeit änderte sich insgesamt kaum etwas am Gesamtbild. Alberweiler wirkte schlicht entschlossener und so verdiente sich der Gast aus Baden-Württemberg auch die Führung. Maria Seemann erzielte das 1:0, nachdem die Caldener Abwehr zum wiederholten Mal nicht den sortiertesten Eindruck machte (67.). Die erste Niederlage unter Pfaffenbach und Warzecha nahm konkrete Formen an. Allerdings rauften sich die Caldenerinnen anschließend zusammen und übten endlich mal so etwas wie Druck aus.

Einen Pressschlag, bei dem Johanna Hildebrandt als letzte am Ball war, lenkte Alberweilers Torfrau Laura Bozenhardt gerade noch so über die Latte (72.). Die anschließende Ecke führte dann zum Ausgleich. Nach der ersten misslungenen Hereingabe bekam Merit Maaßen den Ball wieder und flankte auf den zweiten Pfosten. Dort lauerte Hildebrandt und schweißte das Spielgerät per Volleyabnahme ins Netz (74.). Sehenswert, aber schmeichelhaft.

Auf Caldens neuen Trainer Patrick Gries, der kommende Woche startet, wartet eine Menge Arbeit. (Raphael Wieloch)

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