HNA-Aktion: Martina Straßberger und Andrea Bätzing mit Freude bei „Bewegung für Nordhessen“

„Die Übungen tun einfach gut“

Andrea Bätzing am „Beinstrecker“: Bei dieser Übung wird besonders die Oberschenkelmuskulatur beansprucht. Die Seile dienen als Hilfe beim Verlassen des Gerätes. Fotos:  Hofmeister

Wolfhagen. Sie fühlen sich nach jedem Training ein paar Zentimeter größer. „Man geht sofort aufrechter“, sagen Martina Straßberger und Andrea Bätzing.

Die Dörnbergerinnen gehören zu den 28 HNA-Lesern, die seit Anfang Februar im Rahmen unserer Aktion „Bewegung für Nordhessen“ am achtwöchigen Training nach dem Flexx-Konzept im Fitness-Studio Lupus in Wolfhagen teilnehmen.

„Wir sind begeistert“, berichten die beiden berufstätigen Frauen. Während Straßberger als Außendienstmitarbeiterin oft mehr als vier Stunden täglich im Auto sitzt und über Rückenschmerzen klagt, kämpft ihre Freundin mit Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich. „Die Übungen sind genau das Richtige gegen unsere Beschwerden,“ freut sich Bätzing, die sich nebenbei mit Yoga und Aerobic fit hält. Anstrengend seien sie nicht. „Ins Schwitzen kommen wir nur beim Aufwärmen“, sagt die 46-jährige Bankfachwirtin.

Sieben Stationen

„Die Übungen sind keineswegs schwer“, bestätigen die Lupus-Trainerinnen Laura Hosse und Julia Gabriel. „Es geht nicht um Muskelaufbau, sondern um Dehnung. Jede Übung ist eine Halteübung.“ Nach einem rund zehnminütigen Aufwärmen geht es für die Teilnehmer in den Parcours mit insgesamt sieben Stationen. Nach 30 Sekunden wird gewechselt - alle Stationen werden zweimal durchlaufen. Straßberger und Bätzing halten sich am liebsten am „Beinbeuger“ auf. „Den spüren wir besonders deutlich.“ Dort werde vor allem die Wadenmuskulatur beansprucht.

Die Dörnbergerinnen kommen gern nach Wolfhagen. „Das Training macht Spaß. Die Übungen tun einfach gut. Wir sind ein wenig beweglicher geworden.“ Das freut nicht nur Hosse und Gabriel, sondern auch Jan Range. Der 20-jährige Student absolviert ein duales Studium in Fitness-Ökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheit in Köln.

Fehlstellungen der Gelenke

Für den praktischen Teil der Ausbildung untersucht Range in einer Studie für seine Bachelor-Arbeit, ob sich durch gezieltes Training Rückenschmerzen wegtrainieren lassen. „In unserem Alltag nehmen wir häufig eine nach vorne gebeugte Haltung ein. Wir arbeiten im Sitzen, wir fahren mit dem Auto im Sitzen, abends sitzen wir auf dem Sofa und auch im Schlaf rollen wir uns zusammen. Mit zunehmendem Alter passt sich unsere Muskulatur immer mehr dieser Haltung an“, sagt der Wolfhager. Die Folgen seien Fehlstellungen der Gelenke, die eine einseitige Belastung hervorrufen und Schmerzen verursachen können.

„Durch Trainingsreize nach dem Flexx-Konzept sollen große Muskelgruppen in die Länge trainiert und eine Verbesserung der Beweglichkeit erreicht werden,“ erläutert Range. Bei Straßberger und Bätzing haben sich scheinbar schon erste Erfolge eingestellt. „Wir fühlen uns nach jeder Einheit ein kleines Stück größer.“

Von Joachim Hofmeister

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