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Dörnberg im Freudentaumel

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Von: Raphael Wieloch

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Freude beim FSV Dörnberg: Dörnbergs Kapitän Fabrice Hansch stemmt den Pokal in die Luft.
Freude beim FSV Dörnberg: Dörnbergs Kapitän Fabrice Hansch stemmt den Pokal in die Luft. © Raphael Wieloch

Holzhausen – Goliath stolpert nicht: Die Verbandsliga-Fußballer des FSV Dörnberg haben sich den Bitburger-Kreispokal gekrallt. Im Finale gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten Underdog FC Oberelsungen setzten sich die Dörnberger mit 2:1 (2:1) durch. Pokal, Preisgeld, ein Freundschaftsspiel gegen den KSV Hessen Kassel und die Teilnahme am Hessenpokal in der kommenden Saison gab es als Belohnung.

Matthias Weise wirkte ausgelassen. Stolz. Glücklich. Überrascht eher weniger – mit der Bier- und Sektdusche war zu rechnen. „Mission erfüllt“, waren die Worte des Dörnberger Trainers nach dem Schlusspfiff. Er verlässt den Verein zum Saisonende – und zwar als Kreispokal-Sieger. „Das war ein Pokalfight. Und am Ende ist es egal, wie wir gewonnen haben“, so seine Einschätzung.

350 Zuschauer waren auf den Sportplatz nach Holzhausen gekommen und sorgten für eine dem Anlass angemessene Stimmung. Fahnen, Fangesänge, Bengalos – ach, Fußballherz, was willst du mehr?

Laufduell: Dörnbergs Dennis Dauber (links) gegen Oberelsungens Alexander Degen.
Laufduell: Dörnbergs Dennis Dauber (links) gegen Oberelsungens Alexander Degen. © Raphael Wieloch

Als der Ball pünktlich anfing zu rollen, war das Spielfeld noch von blau-weißem Rauch überzogen. Die Oberelsunger Anhänger machten richtig Alarm. Was die Dörnberger Fußballer aber nicht sonderlich beeindruckte, denn auf dem Platz übernahmen sie direkt das Kommando. Oberelsungen stand tief. Ein frühes Gegentor vermeiden, Sicherheit gewinnen und dann den Pokal – so sah das zunächst aus. Eigentlich ein guter und nachvollziehbarer Plan. Allerdings sah das Drehbuch einen anderen Spielverlauf vor.

Blau-weißer Rauch: Fans des FC Oberelsungen.
Blau-weißer Rauch: Fans des FC Oberelsungen. © Raphael Wieloch

Nach einem Eckball legte Dörnbergs Pascal Kemper per Kopf geschickt ab für Martin Stück, der ein paar Freiheiten im Strafraum genoss und den Ball mit Hilfe des Pfostens im Netz unterbrachte – acht Minuten waren gespielt.

Aus einer ohnehin großen Herausforderung für den FCO wurde nun eine Herkulesaufgabe. Und die nahm mit dem 2:0 nach 25 Minuten fast schon aussichtslose Züge an. Diesmal machte es Angreifer Kemper nach Koproduktion von Dennis Dauber und Florian Müller selbst – die Oberelsunger mit dem Rücken zur Wand. Aber sie fanden eine Antwort. Zumindest diese eine. Kurz nachdem Dörnberg nachgelegt hatte, hebte Hendrik Fenner den Ball ins Tor (27.). Der Außenseiter war zurück im Spiel. Allerdings nur ergebnistechnisch.

Freude: Heike Lotzgeselle mit Dörnberg-Schal.
Freude: Heike Lotzgeselle mit Dörnberg-Schal. © Raphael Wieloch

„Wir haben uns zu wenige Chancen herausgespielt“, stellte Oberelsungens Trainer Cihan Timocin nach dem Schlusspfiff fest. Streng genommen musste man konstatieren, dass der FCO eine einzige Torchance hatte – und die nutzte er. Ansonsten hatte Dörnberg über die gesamte Dauer Spiel und Gegner im Griff. Das knappe Ergebnis sorgte aber für Spannung bis zum Schluss. (Raphael Wieloch)

Oberelsungen: Bartling – May, Meibert, Dirich, Kellner – Kepper, Kutschka – Grebe (70. Rose), Fenner, Kouay (62. Degen) – Bieberstedt (62. Röhr). Dörnberg: Bergner – Gunkel, T. Dauber, Scheuermann, Dombai – D. Dauber, Hansch, Richter, Müller (88. Lotzgeselle) – Stück, Kemper (77. Bätzing). Schiedsrichter: Hendrik Ernst (Wolfhagen) - Zuschauer: 350. Tore: 0:1 Stück (8.), 0:2 Kemper (25.), 1:2 Fenner (27.)

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