Dörnberg sagt tschüss

Dörnberg im Freudentaumel: Trainer Jörg Reith bekam von Tobias Gunkel eine Sektdusche verpasst. Foto:  Hofmeister

Dörnberg. Es ist geschafft: Der FSV Dörnberg steigt wieder in die Fußball-Verbandsliga auf. Mit einem 8:2 (3:1)-Heimsieg gegen den TuSpo Grebenstein machte die Mannschaft von Trainer Jörg Reith die vorzeitige Meisterschaft in der Gruppenliga Kassel 2 perfekt. Und die wurde mit Bier- und Sektfontänen gleich ausgiebig gefeiert.

Der FSV profitierte aber auch vom 2:2 des SV Kaufungen beim FSK Vollmarshausen.

Das Unentschieden des Verfolgers sorgte für zusätzliche Motivation im Lager des Spitzenreiters. „Nachdem feststand, dass wir die Meisterschaft mit einem Sieg unter Dach und Fach bringen können, haben wir gleich einen Zahn zulegt,“ sagte der vierfache Torschütze Pascal Kemper. „Wir wollten das Ding vor eigener Kulisse unbedingt klarmachen.“ Die Gastgeber sahen sich jedoch zunächst einem hartnäckigen TuSpo gegenüber, der nach 19 Minuten durch einen Treffer von Leon Ungewickel in Führung lag. „Man hat gesehen, dass unserer Gegner etwas wollte“, reagierte Reith auf den Rückstand und stellte sein Team von 4-1-4-1 auf 4-4-2 um.

Die Maßnahme zeigte Wirkung. Kamen die Dörnberger zu Beginn der Partie nicht richtig in die Zweikämpfe, waren sie plötzlich näher an ihren Gegenspielern, sie störten den Tabellenvierten früher.

Den Ausgleich sahen die 360 Zuschauer im Bergstadion in der 32. Minute. Dominik Richter verwandelte einen Foulelfmeter. Adrian Schäfer hatte Kemper im Strafraum von den Beinen geholt.

Das 2:1 besorgte Andreas Schulze (40.). Anto Kajic bekam den Ball nach einer Dauber-Flanke nicht unter Kontrolle, Schulze reagierte blitzschnell und drosch das runde Leder in den TuSpo-Kasten. Auch beim dritten FSV-Tor leistete Dauber die Vorarbeit. Kemper war der Vollstrecker (43.). Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.

Überschwängliche Freude

Nach Wiederanpfiff änderte sich die Spielrichtung gravierend. Zwar gelang dem eingewechselten David Durward (für den am Auge verletzten Jörn Metzner, 40.) das 2:3, doch der FSV fand sofort die passende Antwort. Kemper stellte den alten Abstand wieder her (48.). Bei der Abwehraktion verletzte sich Chris Oderwald. Der TuSpo-Torhüter schied mit Verdacht auf Armbruch aus und wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach dem 4:2 war die Moral der Gäste gebrochen, Dörnberg hatte fortan wenig Mühe mit dem Gegner und schraubte das Ergebnis nach zum Teil sehenswerten Toren von Schulze (54.), Kemper (65., 67.) und Kevin Richter (82.) in die Höhe. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr. Überschwänglich reckten die FSV-Spieler ihre geballten Fäuste in die Luft, fielen sich in die Arme, bildeten anschließend einen Kreis, sangen und tanzten.

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