Basketball: Deutsches Ü-65-Team wurde Europameister – Gießener Spieler mit dabei

Mit Dort und Sikorski zum Titel

Deutschland ist Europameister: Die Ü-65-Basketballer gewannen die Titelkämpfe im serbischen Novi Sad. Mit dabei der Bad Emstaler Wolfgang Dort (8. von links) und der Gießener Günter Sikorski (4. von links). Foto:  VfB Gießen/nh

Giessen/Bad Emstal. Deutschland ist Europameister. Zwar nicht im Fußball, aber im Basketball. Und nicht bei den Aktiven, sondern bei den Herren der Kategorie Ü 65. Mit dabei im deutschen Team waren Günter Sikorski vom VfB 1900 Gießen und dem Bad Emstaler Wolfgang Dort, der für den MTV 1846 Gießen spielt.

Austragungsort der 9. FIMBA-Basketball-Europameisterschaft war Novi Sad in Serbien, die Heimatstadt Svetislav Pesic, dem Trainer des Basketballteams von Bayern München. Unter seiner Führung hatte 1993 erstmals eine deutsche Seniorenauswahl einen Europameistertitel nach Deutschland geholt.

Und jetzt die deutsche Ü65-Auswahl. Die Mannschaft um Dort und Sikorski hatte bereits 2009 in Prag die Vizeweltmeisterschaft in der Kategorie Ü 60 errungen. 2014 in Ostrava wurde das Team Vizeeuropameister, im Vorjahr in Orlando wurde die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft gewonnen. Jetzt endlich im dritten Endspiel gelang am 1. Juli der große Wurf.

Gegner der deutschen Auswahl um den ehemaligen NBA-Profi und langjährigen Spieler des TB Oldenburg waren Slowenien und die Slowakei. In der Vorrunde wurden zunächst Slowenien 57:46 und die Slowakei mit 50:33 besiegt.

In der Hauptrunde gegen die gleichen Gegner gab es ein deutliches 46:21 gegen die Slowakei und im entscheidenden Spiel um den Titel setzte sich das deutsche Team klar mit 48:32 gegen Slowenien durch und wurde erstmals Europameister.

Mit Ralph Ogden (Golden State Warriors), Roland Knapp ( 1. BL Möhringen ), Georg Wycisk (DDR Nationalmann.) und Günter Sikorski (Reginalliga) stand ein seit Jahren gut eingespieltes Quartett auf dem Court, das von Wolfgang Dort (MTV Gießen 1. Bundesliga) auf der Guardposition bestens geleitet wurde.

Neben dem Titelgewinn des Ü 65-Teams gab es für die deutsche Delegation im Frauenbereich noch drei weitere Titel. So gewannen die Ü 55, die Ü 45- und die Ü 30-Damen ebenfalls ihre Endspiele und sorgten neben einer weiteren Silbermedaille bei den Damen Ü50 sowie eine Bronzemedaille bei den Ü 40-Damen für insgesamt sechs mal Edelmetall.

Abgesehen von der Ü 65-Mannschaft waren die deutschen Herren weniger erfolgreich. So belegte die Ü 60B um den VfB-Spieler Andreas Kreiling in ihrer Gruppe lediglich den zehnten Platz, das Ü 55B-Team um den für den TV Krofdorf-Gleiberg starteten Emanuel Kaufmann (früher Gießen 46ers) sowie den für den VfB 1900 Gießen aktiven Arpad Zilahi-Szabo in ihrer Kategorie den elften Rang.

Insgesamt nahmen an der EM fast 2000 Sportler aus 24 Nationen teil. Deutschland stellte mit insgesamt 15 Mannschaften das stärkste Kontingent. 2017 findet die 14. FIMBA Weltmeisterschaft in Montecatiniterme, Toskana, Italien, statt. (eg/geh)

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