Grebenstein erwartet  in der Gruppenliga Calden/Meimbressen

Das Duell der Bingül-Brüder

Einst vereint, jetzt Gegner: Serhat und Melih Bingül (rechts) spielten einst zusammen beim FSV Dörnberg. Jetzt treffen spielen sie erstmals gegeneinander, wenn Serhat mit Calden/Meimbressen nach Grebenstein kommt, wo Melih spielt. Foto: Privat

Grebenstein – Am Samstag (15.30 Uhr) im Grebensteiner Sauertalstadion steht das mit Spannung erwartete Derby der Fußball-Gruppenliga zwischen dem Tuspo Grebenstein und der SG Calden/Meimbressen an. Für die Grebensteiner ist dies bereits das letzte Vorrundenspiel, während für die SG noch ein Nachholspiel gegen Rothwesten ansteht.

In der Tabelle treffen dabei der Zweite und der Letzte aufeinander. Von einer klaren Sache für den Tuspo wie beim 6:1-Heimsieg in der Saison 2017/18 ist aber nicht zu sprechen, denn der Zweite musste sich zuletzt zweimal in Kaufungen (2:3) und in Kleinalmerode (0:3) geschlagen geben. Die Verletzungen von Leon Geib und Steffen Fried sowie die Rote Karte gegen Jörn Metzner haben die Personallage erschwert. Mit Hannes Drube und Steffen Kowalski kehren aber wieder Spieler fürs defensive Mittelfeld zurück. Schlusslicht Calden/Meimbressen hat zuletzt zwar mit 1:3 in Wolfhagen verloren, konnte sich aber durch Neuzugang Christian Multhaupt in der Abwehr und der Rückkehr von Thomas Schindewolf etwas stabilisieren.

Ein ganz besonderes Spiel ist dieses Derby für zwei Neuzugänge: Auf Grebensteiner Seite der 23-jährige Mittelfeldspieler Melih Bingül und auf Caldener Seite der 30-jährige Abwehrspieler Serhat Bingül. Was für viele Fußballfans an diesem Wochenende das Derby in der Bundesliga zwischen Schalke und Dortmund als das Spiel schlechthin ist, ist für Melih und Serhat ihr Bruderduell am Samstag. HNA-Mitarbeiter Michael Wepler hat mit beiden Spielern vor dem Spiel gesprochen:

Wie groß ist die Vorfreude auf dieses Spiel?

Melih Bingül: Die Vorfreude auf dieses ist riesig. Es wird seit Tagen nur über dieses Spiel gesprochen.

Serhat Bingül: Es ist das erste Mal, dass Melih und ich uns in einem Pflichtspiel gegenüberstehen. Daher werden circa 20 Familienmitglieder zu diesem Spiel kommen. Wir haben sogar mit der Familie extra zu diesem Spiel eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Dort geht es heiß her.

Wie ist die Kommunikation mit ihrem Bruder?

Melih Bingül: Die ist vor dem Spiel etwas weniger geworden. Mein Bruder stichelt gern.

Serhat Bingül: Natürlich wird gestichelt, aber die Bindung zu meinem jüngeren Bruder ist sehr stark. Er ist auch mein bester Freund und wir wohnen unter einem Dach.

Sie haben zuletzt ein Jahr zusammen in Dörnberg gespielt. Können Sie sich an ein Spiel gegen ihren Bruder erinnern?

Melih Bingül: In Dörnberg sind wir leider zusammen aus der Verbandsliga abgestiegen. Wir haben einmal in einem Freundschaftspiel gegeneinander gespielt.

Serhat Bingül: Das war 2017. Ich habe damals für Sandershausen gespielt und er für Baunatal. In einem Zweikampf kam er etwas zu spät und hat mich am Mittelkreis gefoult. Ich konnte eine Woche nicht auftreten.

Was sind die Stärken Ihres Bruders?

Melih Bingül: Serhat ist ziemlich erfahren. Er macht viel mit dem Auge. Dazu ist er ein Kämpfer, der vor allem in der Luft stark ist. Im Kopfballduell habe ich gegen ihn keine Chance.

Serhat Bingül: Melih kann ein Spiel entscheiden, wenn er am Ball ist, ist es schwer, an ihn ranzukommen. Er hat einen wuchtigen Schuss und verfügt über Spielintelligenz.

Wie schätzen Sie die Chancen Ihrer Mannschaft ein?

Melih Bingül: Wir können sehr gut spielen. Das müssen wir wieder zeigen. Wenn wir unsere Leistung abrufen, sollten wir am Ende gewinnen.

Serhat Bingül: Die Tabellensituation spielt in diesem Spiel keine Rolle. Es ist ein Derby und jeder Fußballer liebt solche Spiele. Wir sind bereit für das Derby!

Wie geht das Spiel aus?

Melih Bingül: Wir gewinnen mit 4:1.

Serhat Bingül: Wir gewinnen mit 3:2.  zmw

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