Trotz plötzlichen Schnellfalls gingen 299 Läuferinnen und Läufer an den Start

Endlich ein Winterlauf

Zwei Sieger: Thomas Lindner gewann die M50, Tanja Nehme war Zeitschnellste über 15 km bei den Frauen.

Ippinghausen. Die inzwischen 23. Auflage der aus vier Renntagen bestehenden Winterlaufserie des TSV Ippinghausen wurde am dritten Veranstaltungstag endlich ihrem Namen gerecht.

Während im November und Dezember jeweils frühlingshafte Wetterbedingungen herrschten, die mit 321, beziehungsweise 398 Starterinnen und Startern aller Altersklassen für neue Rekordmarken sorgten, so wurden die Veranstalter um Andreas Tichatschek und seiner großen Helferschar als auch die um Sieg und Platz kämpfenden Läuferinnen und Läufer im Januardurchgang redensartlich richtig kalt erwischt.

Am Samstagnachmittag kletterten die Temperaturen nämlich nicht nur in den Minusbereich, sondern Dauerschneefall verwandelte das Ippinghäuser Weidelsburgstadion und den Wolfhager Stadtwald in eine Bilderbuch-Winterlandschaft. Wobei die weiße Pracht natürlich ein zusätzliches Handicap für die Teilnehmer bildete.

Da bekanntlich Crossläufe ja bei jedem Wetter stattfinden, wunderte sich Andreas Tichatschek schon über nicht wenige telefonische Anfragen am Vortag der dritten Veranstaltung. Der TSV-Leichtathletik-Spartenleiter: „Die Anrufer, die bereits in den beiden vorangegangenen Rennen gestartet waren, wollten von mir wissen, ob wir aufgrund des Wintereinbruchs mit Eis und Schnee den Renntag ausfallen lassen würden.“

Trotzdem machten die winterlichen Unbilden dem TSV einen kleinen Strich durch die Rechnung. Denn nach den Rekord-Starterfeldern im November und Dezember hatte man bei den Blau-Weißen schon spekuliert, am dritten Renntag die bisher noch nie erreichte Schallmauer von 400 Teilnehmern durchbrechen zu können. Zumal ja drei Läufe absolviert werden müssen, um in die jeweilige Klassen-Gesamtwertung zu kommen. Tichatschek: „Mit insgesamt 299 Teilnehmern - 196 Männer und 103 Frauen einschließlich der männlichen und weiblichen Kinder und Jugendlichen - wurden unsere Erwartungen aber trotzdem übertroffen. Vor allem „Stammkunden“ aus den Regionen Südniedersachsen oder Ostwestfalen scheuten das Risiko einer Anfahrt bei diesen Straßenverhältnissen. Für uns eine nachvollziehbare Maßnahme.“

Heimsiege

Der dritte Renntag gestaltete sich zu einem Freudentag für die einheimischen Crossspezialisten. Über 15 Kilometer bei den Männern kam der Wenigenhasunger Felix Kaiser (58:40) als Zeitschnellster ins Ziel. Gefolgt vom Zierenberger Michael Wagner (59:25), beide im Trikot des PSV Grün-Weiß Kassel.

Bei den Frauen machte die Naumburgerin Tanja Nehme (1:08:11) als Erste vor Martina Stück (1:14:20) vom LC Olympia Wiesbaden den PSV-Erfolg komplett.

Doch damit noch nicht genug. Die Schnellste über 4,2 Kilometer, Aseat Sewnet (17:57) war ebenfalls eine Grün-Weiße, sie kam vor Anne Schwarz (20:05) vom TSV Niederelsungen ins Ziel.

Bei den Männern feierten auf der Kurzstrecke die Niederelsunger mit René Persch (16:23), Nils Wolkonski (17:08) und Noah Heinemann (17:33) einen historischen Dreifachtriumph. (zih)

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