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Espenau kommt unter die Räder

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Voller Einsatz: Vor den Augen des Schiedsrichters riskiert Deisels Max Hillebrand (rechts) Kopf und Kragen und hechtet gegen Espenaus Benedikt Sandrock dem Ball hinterher.
Voller Einsatz: Vor den Augen des Schiedsrichters riskiert Deisels Max Hillebrand (rechts) Kopf und Kragen und hechtet gegen Espenaus Benedikt Sandrock dem Ball hinterher. © Ralf Heere

Deisel – In der Höhe kaum erwartet mit 5:1 (1:0) gewann der TSV Deisel das Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga gegen den bis dahin unbesiegten Tabellenführer SV Espenau. Damit gehört der TSV einer vierköpfigen Verfolgergruppe der Espenauer an, die drei Punkte Rückstand zum Vizemeister der Vorsaison hat.

Es war spielerisch von Beginn an recht gut anzusehen und ziemlich ausgeglichen, wobei schon zu erkennen war, dass die Defensive der Deiseler gut stand. Bis zur 35. Minute gab es überhaupt keinen Torschuss des Spitzenreiters. Dann folgten noch zwei Abschlüsse bis zur Pause und einer von Deisel, der durch Marco Stübener auch drin war. SV-Keeper Björn Sauer hatte einen Eull-Schuss nach vorne abklatschen lassen und Stübener war der clevere Nutznießer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten sich die Gäste eine kleine Überlegenheit heraus, die aber auch nur eine Viertelstunde anhielt, dann stand die TSV-Deckung wieder und vorne klappte fast alles. Marco Stübener versenkte einen Freistoß direkt aus fast 30 Metern Entfernung zum 2:0 in der 70. Minute.

Sieben Minuten später versuchte der SV, noch mal ranzukommen: Versammlung um Deisels Strafraum, Maximilian Flak mit einem kräftigen Befreiungsschlag, der Lorenz Eull erreichte, dieser hängte die Espenauer Abwehr ab, umkurvte Schlussmann Sauer und schob zum 3:0 ein. Zehn Minuten vor Schluss schnürt Stübener den Dreierpack.

Dann sogar noch das 5:0. Wieder ein traumhafter Freistoß, diesmal von Max Hillebrand. Das war effizient, urteilte auch Deisels Michel Stübener, der nach einem Bänderriss fehlte – genau wie der Espenauer Jonah Uhl, dessen Abwesenheit sich bemerkbar machte.

Michel Stübener fand, dass seine Mannschaftskameraden auch mit ihrer überragenden kämpferischen Moral dem erfolgsverwöhnten SVE den Zahn gezogen hätte. Zumindest eine Schlagzeile blieb dem SV: Nico Weller konnte dem TSV in der Nachspielzeit das erste Gegentor zufügen.

Deisels Trainer Sven Dopatka lobte sein Team, dass es die Druckphasen der Espenauer gut verteidigen konnte und in der Offensive „brutal stark“ gewesen sei.

Neben der schlechten Leistung seiner Elf soll Espenaus Coach Jaroslaw Chrupek nach der Partie auch noch auf den Schiedsrichter und die schlechten Platzverhältnisse geschimpft haben. (Ralf Heere)

Deisel: Maihack - Meimbresse, Geschonke, Tannhäuser, Biedendorf, Krull, Koch, Flak, Lo, Stübener, Eull. Espenau: Sauer - Scheibe, Schütz (60. Iordan), Hupfeld, Germeroth, Moldenhauser, Höf, B. Sandrock, Weller, D. Sandrock, Klindworth. Schiedsrichter: Florian Witzig (Göttingen). Zuschauer: 100. Tore: 1:0, 2:0 Stübener (38., 70.), 3:0 Eull (77.), 4:0 Stübener (80.), 5:0 Hillebrand (88.), 5:1 Weller (90. + 1).

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