Feier bis in die Morgenstunden

Dörnbergs Fußballer lassen es nach der vorzeitigen Meisterschaft richtig krachen

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Hinter der Theke: Elvira Bätzing, Frank Dauber und Alfred Schreiber (links) hatten alle Hände voll zu tun.

Dörnberg. „Tschüss Gruppenliga, hallo Verbandsliga“, schallte es in den Himmel über dem Dörnberger Bergstadion. FSV-Stadion- und Pressesprecher Andreas Weinreich verkündete am Sonntagabend lautstark über das Mikrofon die Rückkehr in die sechste Liga.

Unten auf dem Kunstrasen brachen alle Dämme. Die Aufstiegshelden lagen sich jubelnd in den Armen, sangen, tanzten und versprühten jede Menge gute Laune. „Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft“, sagte Trainer Jörg Reith, der nass bis auf die Unterhose war, weil er mit allen möglichen Getränken übergossen wurde.

Klar: Der Aufstieg hatte sich seit Wochen angedeutet, war angesichts von einem beachtlichen Vorsprung eigentlich nur eine Frage der Zeit. Als es aber soweit war und der Titel tatsächlich feststand, wurde es trotzdem überaus emotional. Die Aufstiegs-Shirts wurden ausgepackt und übergezogen. Sofort nach dem unerwartet hohen 8:2-Sieg gegen TuSpo Grebenstein wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert. „Die Spieler haben es richtig krachen lassen“, berichtet Weinreich, der selbst gegen 2 Uhr den Heimweg antrat. Das Team habe auf Tischen und Bänken getanzt, es sei jede Menge Bier geflossen.

Elvira Bätzing hatte allerhand zu tun. „Bei so einem Anlass macht die Arbeit doppelt so viel Freude“, lachte die Vereinswirtin und stieß mit den Jungs auf den Triumph an.

Hinter der Theke: Elvira Bätzing, Frank Dauber und Alfred Schreiber (links) hatten alle Hände voll zu tun.

„Das ist schon ein besonderer Aufstieg, weil keiner mit einem Unentschieden des Tabellenzweiten SV Kaufungen in Vollmarshausen gerechnet hatte“, meint Weinreich.

Das 2:2 spielte dem FSV voll in die Karten. Der Spitzenreiter brauchte am 28. Spieltag somit nur noch drei Punkte, um den vorzeitigen Titelgewinn und die Rückkehr in die Verbandsliga nach zweijähriger Abwesenheit unter Dach und Fach zu bringen.

Taktische Umstellung

Dörnberg legte sich mächtig ins Zeug, zeigte seine ganze Klasse, wenngleich das Derby gegen Grebenstein in den ersten 30 Minuten ausgeglichen verlief. „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen“, sagte Reith. Erst nach einer taktischen Umstellung gab der FSV den Ton an.

Waren die Nachbarschaftsduelle zwischen den Habichtswaldern und den Sauertalern in der Vergangenheit oft hitzig und brisant, war die Partie am Sonntag schon kurz nach der Pause entschieden.

Unterarmbruch

Beim 4:2 vom Kapitän Pascal Kemper blieb TuSpo-Torhüter Chris Oderwald am Boden liegen. „Die Verletzung hat uns alle schockiert“, sagte TuSpo-Trainer Valentin Plavcic. „Der Fußball trat danach in den Hintergrund.“

Bei Oderwald wurde ein Unterarmbruch diagnostiziert und der Verletzte gestern operiert. Bitter für den Schlussmann: Oderwald wollte in Kürze zu einem Semesteraufenthalt nach China aufbrechen. Ob er die Reise wie geplant in Angriff nehmen kann, ist laut TuSpo-Spielführer Hannes Drube fraglich. Sehr unwahrscheinlich sei, dass er seinen zuvor auf der Insel Bali geplanten Urlaub antreten könne. „Wir wünschen Chris alles Gute.“

Wie es mit dem FSV Dörnberg weitergeht? „Die Planunge für die nächste Saison laufen auf Hochtouren“, sagt Weinreich. Zunächst aber wolle man auch im Restprogramm die volle Ernte einfahren. Die Meistermannschaft muss noch bei Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund und gegen Wichmannshausen ran. Und dann wartet wieder die Verbandsliga. (zhj)

Umarmungen: Dennis Dauber (links) herzt Trainer Jörg Reith, Sebastian Plettenberg freut sich mit Abteilungsleiter Matthias Thomsen (rechts) über den Aufstieg.

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