VERBANDSLIGA FSV in der Nachspielzeit im Pech

Dörnberg unterliegt in Sandershausen durch ein Eigentor

Ausgleichstor reichte nicht: Dörnbergs Andreas Schulze (rechts, hier ein Archivbild) schaffte in Sandershausen den 1:1-Gleichstand. Am Ende aber standen die Dörnberger mit leeren Händen da, unterlagen mit 1:2.
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Ausgleichstor reichte nicht: Dörnbergs Andreas Schulze (rechts, hier ein Archivbild) schaffte in Sandershausen den 1:1-Gleichstand. Am Ende aber standen die Dörnberger mit leeren Händen da, unterlagen mit 1:2.

Nun hat es den über die Quotenregelung in die Fußball-Verbandsliga aufgestiegenen FSV Dörnberg doch erwischt. In der achten Saisonaufgabe stand die Mannschaft von Trainer Matthias Weise zum ersten Mal mit leeren Händen da, zog beim Kellerkind TSG Sandershausen mit 1:2 (1:1) den Kürzeren. Damit rutschte der FSV auf Tabellenplatz zehn ab, hat zur vermeintlich „roten Zone“, also zu einem direkten Abstiegsplatz nur noch ein Polster von drei Punkten.

Sandershausen –Die eigentlich unnötige Niederlage bei den Hausherren von Coach Bernd Hüter ist mehr als tragisch, erzielte den Sandershäuser Siegtreffer nämlich ein Dörnberger in der ersten Minute der Nachspielzeit. Ein in den FSV-Strafraum segelnder Flankenball bugsierte Sebastian Plettenberg unhaltbar für seinen Schlussmann Nico Bergner und zum Schrecken seiner Teamkameraden unglücklich in den eigenen Kasten.

Natürlich war Matthias Weise über das Ergebnis und wie es zustande kam nicht erfreut. „Mit einer Ausnahme kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Die Ausnahme war aus meiner Sicht, dass uns heute die bisher an den Tag gelegte Frische etwas abhanden gekommen ist.“ Dies sei bei so einem relativ kleinen Kader „wie wir ihn besitzen und dem seit Saisonbeginn praktizierten englischen Wochen auch keine Überraschung. Irgendwann ist da der Tank leer.“

Hinzu kam, dass der FSV-Coach verletzungsbedingt erneut auf einen der wichtigsten Schlüsselspieler verzichten musste: Torjäger Pascal Kemper. Weise: „Die Niederlage wird uns nicht umwerfen. Vielmehr müssen alle Spieler den Kopf oben behalten, nach vorne blicken und sich auf die nächste Hausaufgabe am kommenden Sonntag gegen Johannesberg fokusieren.“

Die Dörnberger gerieten früh ins Hintertreffen als Emre Bicer seine Farben bereits nach zehn Minuten in Führung brachte. Davon ließen sich die Dörnberger jedoch nicht beeindrucken und lieferten den Platzherren insgesamt einen offenen Schlagabtausch. Der verdiente Lohn: Routinier Andreas Schulze (30.) erzielte den hochverdienten 1:1-Gleichstand.

Bilanziert man das Gesamtgeschehen, dann hätten die Dörnberger eigentlich den Dreier eintüten müssen. Weise: „Die Platzherren hatten zwar auch ein bis zwei Topmöglichkeiten, doch das Chancenplus lag eindeutig bei uns.“ Der krönende Abschluss wollte aber einfach nicht gelingen. Entweder der Ball ging knapp vorbei oder im letzten Augenblick stand noch ein Hausherren-Abwehrbein im Weg, beziehungsweise TSG-Schlussmann Loic John schnappte sich die Kugel.

Hinzu kam auch Pech. Nicht nur das unglückliche Eigentor durch Plettenberg, sondern mit dem Schicksal haderte auch der für Schulze eingewechselte Martin Stück. Er fasste sich einfach einmal ein Herz, visierte aus gut 30 Metern den TSG-Kasten an und streckte bereits jubelnd die Arme in die Höhe. Doch das runde Spielgerät landete nicht zum möglichen Führungstor im gegnerischen Kasten, sondern klatsche an den Pfosten. Kurz danach hätte auch Dominik Richter sich als Matchwinner feiern lassen können, doch auch er verfehlte um Haaresbreite das Ziel.

(Reinhard Michl)

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