SSV Sand verliert zweites Aufstiegsspiel zur Hessenliga gegen Zeilsheim, aber Zuschauer kommen auf ihre Kosten

Fußballfest zum Saisonabschluss

Temporeiches Spiel und packende Zweikämpfe: Hier kommt Sands Torschütze Steffen Klitsch (weißes Trikot) vor Zeilsheims Amit Subash Yadav an den Ball. Foto:  Hedler

Sand. Der SSV Sand hat auch das zweite Aufstiegsspiel zur Fußball-Hessenliga gegen den Zweiten der Verbandsliga Mitte, den SV Zeilsheim, mit 1:3 (1:2) verloren. Damit schlossen die Sander die Aufstiegsrunde mit null Punkten und 2:8 Toren ab. Auch für die Gäste reichte es nicht zum Aufstieg, weil die punktgleiche SpVgg. Neu Isenburg das um zwei Tore bessere Torverhältnis aufweist. Dennoch: Das Spiel am Freitagabend auf der Sander Höhe war noch einmal ein wahres Fußballfest zum Abschluss der Saison.

Offensivfußball

Offensivfußball wurde reichlich geboten. Neben den vier Toren noch alle Torchancen zu erwähnen, würde dabei den Rahmen sprengen. Die Gastgeber hatten bei einem Chancenverhältnis von 14:10 gar ein leichtes Plus, doch zeigten sich die Gäste effektiver. Nach einer Flanke von links köpfte Nikolai Pyatt zum 0:1 in die linke untere Ecke (24.). Den hochverdienten Ausgleichstreffer erzielte noch vor der Pause Steffen Klitsch per Kopf, doch nur drei Minuten später fälschte Florian Amert eine Hereingabe von Kokolo Baku ins eigene Tor ab (40., 43.). Nach der Pause lag mehrfach der Ausgleichstreffer in der Luft, ehe Mirko Dimter das 1:3 köpfte (82.).

Hohes Niveau

„Beide Mannschaften sind für Verbandsligaverhältnisse ein unmenschliches Tempo gegangen“, zeigte sich SSV-Trainer Peter Wefringhaus vom schnellen Spiel beider Mannschaften angetan.

Keine Deppen

Davon kann nun wirklich nicht die Rede sein! Auch wenn nur noch die Chance auf den zweiten Platz bestand, der bei einem Rückzug eines Vereins zum Aufstieg verhelfen würde, hängten sich die Sander noch einmal richtig rein und hatten in den Anfangsminuten zwei dicke Chancen durch Daniel Wagner und Steffen Klitsch.

Respekt I

„We have a grandios saison gespielt…“ war auf einem an der Bande befestigten Transparent zu lesen. Die Anspielung auf ein Zitat des Dortmund-Torhüters Roman Weidenfeller war die Würdigung der Fans für die beste Saison der Vereinsgeschichte. Auch Zeilsheims Trainer, Ex-Wehen-Wiesbaden-Profi Sascha Amstätter, machte den Sandern Mut: „ Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn ein zweites Mal keine 75 Punkte zum Aufstieg reichen sollte.“

Respekt II

Nach dem Spiel würdigten Stadionsprecher Frank Salzmann und SSV-Spartenleiter Helmut Bernhardt die Leistungen und Verdienste der scheidenden und langjährigen SSV-Spieler Bastian Schäfer, Robert Garwardt und Christian Kellermann sowie den zum KSV Baunatal wechselnden Torwarttrainer Michael Heimrich.

Freigetränke

470 Zuschauer auf der Sander Höhe, die nicht nur wegen Freigetränken kamen, waren ein mehr als würdiger Rahmen für das Aufstiegsspiel zur Hessenliga.

Sand: Schmeer - Garwardt, Amert, Bräutigam - Wicke (46. Itter), Guthof (73. Kellermann), St. Bernhardt, Knigge (46. Wippel) - Klitsch, Oliev, Wagner.

Zeilsheim: Reining - Reda, Pitas, Terzic, Yadav (71. Effiong) - Horiuchi, Grigorian (68. Dimter) - Pyatt (60. Seidelmann), Baku, Bianco.

Tore: 0:1 Pyatt (24.), 1:1 Klitsch (40.), 1:2 Amert (ET, 43.), 1:3 Dimter (82.).

Zuschauer: 470. Schiedsrichter: Daniel Velten (Schöffengrund).

Von Michael Wepler

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