Handball:Bezirksoberliga: Dino Duketis lässt Aufsteiger Zierenberg jubeln

Große Freude nach 33:32

Grenzenloser Jubel: Dino Duketis (Mitte, Nummer 34) und seine Mitspieler des HSC Zierenberg feiern den knappen Heimsieg gegen die TG Wehlheiden. Foto:  Hofmeister

Zierenberg. Zehn Sekunden sind in der Zierenberger Schulsporthalle noch zu spielen. Wehlheidens Handballer bekommen im Bezirksoberliga-Spiel einen Siebenmeter zugesprochen. Der Gegner verwandelt den Strafwurf zum 32:32. Große Erleichterung im Lager der Gäste.

Der HSC gibt sich mit dem Remis aber nicht zufrieden, er reagiert schnell. Torwart Jens Rudolph wirft den Ball zur Mitte, Spielertrainer Mirko Dettmer passt ihn zu Dino Duketis. Der 36-Jährige rennt auf den gegnerischen Kasten zu, tankt sich durch die TG-Abwehr, er ist nicht zu bremsen. Und trifft! Durch die Beine des Torhüters - 33:32!

Jubelnd reißen 150 Zierenberger Fans die Arme in die Höhe, sie feiern Duketis und ihre Mannschaft. So, als hätten sie Meisterschaft und Aufstieg geschafft.

Vom Titel aber redet niemand beim Aufsteiger, obwohl die Warmetaler wieder für Furore gesorgt hatten und weiterhin der Spitzengruppe angehören. „Unser Ziel sind 21 Punkte“, betonte ein zufriedener Dettmer kurz nach dem Abpfiff. „Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Alles andere ist eine feine Zugabe.“ Dettmers Gegenüber sprach von einer vermeidbaren Niederlage. „Wir haben einfach zu viele Chancen vergeben“, kritisierte Hans Schneider kopfschüttelnd. Die Wehlheider scheiterten mehrfach am gut aufgelegten HSC-Torwart. „Jens hat sehr gut gehalten“, waren sich Dettmer und Schneider einig. Der Zierenberger parierte unter anderem drei Siebenmeter.

Obwohl die Gäste Duketis von Beginn an in Manndeckung nahmen, gelang es ihnen nicht, den Routinier auszuschalten. Wehlheiden lag nicht ein einziges Mal in Führung.

Zierenberg indes führte phasenweise mit bis zu fünf Toren. Zur Halbzeit stand es 17:14. Auch nach 48 Minuten hatte der starke Neuling die Nase vorn.

Dann verlor Zierenberg allerdings den Faden. „Wir haben uns zu Einzelaktionen hinreißen lassen“, analysierte Dettmer.

Eine Einzelaktion brachte allerdings auch die Entscheidung. An den explosiven Antritt von Duketis und die Partie mit hohem Unterhaltungswert wird man sich im HSC-Lager bestimmt noch lange erinnern.

Zierenberg: Rudolph, Meyer (Tor), Rode 6, Weber, Schindehütte 1, Duketis 6/2, Feller 3, Kunz 7, Richter, Verch, Spangenberg, Dettmer 3, Barthel, Jakob 7/1

Von Heike Rüddenklau und Joachim Hofmeister

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