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Großer Kontrast zwischen zwei Rivalen

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Von: Michael Wepler

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Bild mit Symbolcharakter: Zu bejubeln gab es für die Fußballer um ihren besten Torschützen Pascal Kemper (Zweiter von links) bislang einiges.
Bild mit Symbolcharakter: Zu bejubeln gab es für die Fußballer um ihren besten Torschützen Pascal Kemper (Zweiter von links) bislang einiges. © Joachim Hofmeister

Wolfhagen – Mit dem FSV Dörnberg und dem SSV Sand spielen weiterhin zwei heimische Vereine in der Fußball-Verbandsliga. Erfreulicherweise mischt Dörnberg sogar ganz oben mit, während es für die Sander um den Klassenerhalt geht. Wir ziehen eine Zwischenbilanz.

FSV Dörnberg: (2. Platz/33:27 Tore/34 Punkte): Besser konnte die erste Halbserie für den FSV Dörnberg nicht laufen. Schon der scheidende Trainer Matthias Weise hatte im Sommer die Messlatte mit Platz neun in der letzten Saison hochgehängt für das neue Trainerduo Tobias Hake und Robert Franke.

Gleich im ersten Spiel ließen die Habichtswälder mit einem 2:1-Sieg im heimischen Bergstadion gegen den Hessenligaabsteiger Hünfeld aufhorchen. Nach dem 2:2-Remis beim Neuling Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach folgte eine Serie mit vier Siegen. Danach kam der FSV zu Hause gegen den starken Neuling Bronnzell nicht über ein 2:2-Remis hinaus, musste am achten Spieltag in Johannesberg mit 0:2 die erste Niederlage hinnehmen und kam danach im Bergstadion nicht über ein 4:4-Remis gegen Sandershausen hinaus.

Diese kleine „Negativserie“ brachte die Mannschaft aber keineswegs aus dem Konzept. Der Höhenflug setzte sich fort. Nach einem 3:2-Sieg beim Hessenligaabsteiger und zu diesem Zeitpunkt Tabellenersten Flieden, einem 2:1-Heimsieg über die starken Eichenzeller, dem 2:1-Erfolg bei Barockstadt Fulda/Lehnerz II sowie dem 3:2-Heimsieg über das hoch gehandelte Bad Soden stand der FSV in der Tabelle ganz oben.

Zwar kam der FSV in Ehrenberg nicht über ein 0:0 hinaus, doch danach gab es einen 3:1-Heimsieg über den Nachbarn Vellmar, mit dem die Halbzeitmeisterschaft gesichert wurde. Etwas getrübt wurde die Bilanz mit den 0:3 und 0:2-Niederlagen in den beiden letzten Spielen beim CSC 03 Kassel und dem Rückspiel in Hünfeld.

„Da hat sich bei meinen Spielern schon eine gewisse Müdigkeit bemerkbar gemacht. Die Halbserie ist für uns aber sehr positiv verlaufen. Wir haben die Erwartungen weit übertroffen“, zieht Hake ein mehr als zufriedenes Fazit seiner ersten Tätigkeit als Trainer im Seniorenbereich.

Sehr erfreut zeigt er sich dabei über die Entwicklung seiner Spieler: „Die Spieler sind sehr wissbegierig und haben sich weiterentwickeln können. Ein Grund dafür war natürlich die hohe Trainingsbeteiligung.“

Trotz des Höhenflugs will Hake die Erwartungen für das zweite Halbjahr nicht zu hochschrauben: „Unser erstes Ziel bleibt das Erreichen der 40-Punkte-Marke. Wir hatten bei unseren Siegen jeweils hart umkämpfte Spiele. Daher müssen wir genauso weiterarbeiten wie bisher und uns klarmachen, dass Siege in dieser Liga keine Selbstverständlichkeit mehr sind, zumal uns jetzt niemand mehr unterschätzen wird.“

» Die Erfolgsserie: Zweimal vier Siege.

» Der beste Torschütze: Pascal Kemper hat in zwölf Spielen zehn Tore erzielt.

» Der höchste Sieg: 3:0 in Wabern.

Der Lichtblick des SSV Sand: Jan-Philip Schmidt (rechts) hat in dieser Saison bisweilen sieben Tore geschossen.
Der Lichtblick des SSV Sand: Jan-Philip Schmidt (rechts) hat in dieser Saison bisweilen sieben Tore geschossen. © Artur Schöneburg

SSV Sand: (14. Platz/26:41 Tore/15 Punkte): Nach Platz sieben in der Vorsaison unter Trainer Mario Deppe trat mit Tobias Oliev ein Eigengewächs die Nachfolge als Trainer an und musste einen großen personellen Umbruch mit neun Zu- und zehn Abgängen einleiten. So ist es keine Überraschung, dass sich die Sander in der Abstiegszone wiederfinden.

Zum Auftakt verpasste der SSV mit der unglücklichen 2:3-Niederlage beim Favoriten Flieden nur knapp eine Überraschung, verpatzte danach aber seinen Heimauftakt mit einer 0:4-Niederlage gegen Eichenzell.

Nach der knappen 2:3-Derbyniederlage in Dörnberg gab es mit dem torlosen Remis bei Barockstadt II den ersten Punktgewinn. In einem turbulenten Spiel nach einem 0:2-Pausenrückstand und einem weiteren 2:3-Rückstand gab es gegen Sandershausen am Ende mit 4:3 den ersten umjubelten Saisonsieg.

Gegen die mit höherklassigen Spielern bestückten Bad Sodener reichte es aber nicht zu einem Punktgewinn, der mit dem 2:2 beim direkten Mitkonkurrenten Ehrenberg folgte. Das nächste Erfolgserlebnis war das 3:1 gegen Vellmar, doch danach folgten drei Niederlagen – darunter ein 1:4 gegen Schlusslicht Wabern. In den letzten fünf Spielen der Hinrunden gelangen zwei Siege und ein 3:3-Remis in Willingen.

Unter dem Strich bedeutet das Platz 14, der wohl nicht zum Ligaerhalt reichen wird. „Wir müssen hart arbeiten. Ganz wichtig wird das erste Spiel in Sandershausen sein. Wir müssen in der Rückrunde auch einmal eine längere Erfolgsserie hinlegen und überraschende Punkte holen“, hofft Oliev, dem die Trainingsarbeit trotz des Tabellenstandes viel Spaß macht, dass seine Elf in der Rückrunde mehr Punkte holen wird und ihm für dieses Vorhaben alle Stammspieler zur Verfügung stehen werden.

» Die Erfolgsserie: Dreimal ein Sieg und ein Unentschieden.

» Der beste Torschütze: Jan-Philip Schmidt mit sieben Toren in 14 Spielen.

» Die höchsten Siege: Zweimal 3:1 gegen Vellmar und Johannesberg, einmal 2:0 gegen Kleinalmerode/Hundelsh./Dohrenbach. (Michael Wepler)

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