Bilanz

„Damit hat keiner gerechnet“ – Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen ganz oben

Auf dem Foto sind mehrere Frauen zu sehen.
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33 Tore: Karoline Happe ist beste Werferin des Oberliga-Spitzenreiters.

Hier kommt ein Teil des Jahresrückblicks aus dem Handball. Die Spielerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen stehen in der Oberliga ganz oben.

Wolfhagen – Nach fast eineinhalb Jahren ohne Handball tat sich Chris Ludwig bei Wiederbeginn der Serie schwer mit einer Prognose. Auch vor dem Hintergrund, dass die vergangene Saison der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen mit einem Wechselbad der Gefühle verbunden war. Nachdem es zunächst so aussah, als müsse man absteigen, wurde kurz darauf der Ligaverbleib bestätigt.

Und danach folgte die lange Auszeit.

Trainer Chris Ludwig hat selbst nicht mit dieser Spitzenplatzierung gerechnet

„Es sind besondere Zeiten unter außergewöhnlichen Umständen. Das Sportliche ist lange Zeit in den Hintergrund gedrängt worden. Nach der langen Pause und in der neuen Gruppenaufteilung gibt es viele ungewisse Komponenten. Aber prinzipiell ist alles möglich“, hatte er bei Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs zur Vorbereitung auf die Serie gesagt. Ob er aber seinerzeit schon ahnte, dass sein Team am Ende des Jahres mit 10:2 Punkten als Spitzenreiter ins neue Jahr starten würden? „Damit hat wohl niemand so wirklich gerechnet“, so der 38-Jährige.

Immerhin sei weder klar gewesen, wie man sich in der kleineren Nordgruppe positioniere noch wie man mit dem erstmals in dieser Serie erlaubten Harz zurechtkomme. „Wir haben nichts geschenkt bekommen und haben uns den Erfolg sehr hart erarbeitet. Daher sind wir stolz auf das Erreichte und haben damit wohl allen Zweiflern gezeigt, dass wir zu Recht in dieser Liga spielen.“

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen hat gut gefüllten Kader von 18 Spielerinnen

Maßgeblich für den Erfolg ist wohl auch der gut gefüllte Kader von 18 Spielerinnen: Auf allen Positionen sind die Vereinigten doppelt und gleichwertig besetzt, sodass ohne qualitative Einbußen ausgewechselt werden kann. Gut haben sich laut Ludwig auch die Neuzugänge ins Team eingefügt. Neben Kimberly Gundlach und Anamarija Mustapic (beide Eintracht Baunatal), Anna-Lena Schmalz (SVH) und Torhüterin Dominique Sawyer (Wollrode) wechselten noch ganz kurz vor Serienbeginn Kirsten Bänfer und Lea Immelnkämper vom Ligakonkurrenten SG Kirchhof zur HSG. „Wir alle sind mega glücklich über den bisherigen Serienverlauf. Wir haben sechs großartige Spiele abgeliefert und freuen uns schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr, sofern Handballspielen aufgrund der neue Corona-Variante überhaupt möglich sein wird. Für uns steht trotz aller Vorfreude in jedem Fall wieder die Gesundheit im Vordergrund.“

Beste Schützin der HSG ist Karoline Happe mit 33 Toren, davon zwölf per Strafwurf erzielt. Hanna von Dalwig liegt mit 25 Treffern auf dem zweiten, Anne Eichhofer mit 17 Toren auf dem dritten Rang der Torschützenliste. Lea Willer traf 16 Mal, zwei Tore weniger erzielte Nele Bittdorf. Franziska Chmurski und Larissa Lubach waren zwölfmal erfolgreich. Zehn Tore erzielte Kirsten Bänfer. (Martina Sommerlade)

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