Handball

Blaue Karten und Tumulte im Derby: Zwischen Zierenberg und Hoof/Sand/Wolfhagen kracht es kurz vor Ende richtig

Rudelbildung: Nach einem Schubser eines Wolfhager Spielers kam es in Zierenberg kurz vor Ende des Spiels zu einer Rangelei. Der Betroffene Rico Feyh (Zweiter von links), Dennis Schindehütte (verdeckt) und Tarik Schmidt (Nummer 12) sahen die Blaue Karte.
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Rudelbildung: Nach einem Schubser eines Wolfhager Spielers kam es in Zierenberg kurz vor Ende des Spiels zu einer Rangelei. Der Betroffene Rico Feyh (Zweiter von links), Dennis Schindehütte (verdeckt) und Tarik Schmidt (Nummer 12) sahen die Blaue Karte.

Da gings ab! Im Handball-Derby der Bezirksoberliga zwischen dem HSC Zierenberg und der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen krachte es in der 58. Minute richtig.

Zierenberg – Was war geschehen? Tarik Schmidt hatte für die Gäste getroffen und auf 22:26 verkürzt. Beim Anwurf schubste HSG-Spieler Tobias Bubenheim den Zierenberger Rico Feyh so kräftig, dass dieser zu Boden ging. Die Emotionen kochten hoch, es gab eine Massenrangelei. Mittendrin Dennis Schindehütte, der sehr erbost über Bubenheims Aktion war, diesen rempelte und beiseite stieß. Schindehütte und Bubenheim sahen von den Unparteiischen Marcus Krause und Maximilian Mergel (HSG Zwehren) die Blaue Karte. Auch Feyh und Schmidt mussten nach einem Wortgefecht und Gerangel das Feld verlassen und werden ihren Teams im nächsten Spiel fehlen.

Nach der Begegnung, welche bis zur Rudelbildung recht fair verlaufen war und 27:22 (11:11) endete, ging es zwischen den beteiligten Spielern wieder versöhnlich zu. Sie standen gemeinsam am Spielfeldrand und diskutierten über das Geschehene. „Ich war verärgert über nicht geahndete Zeitstrafen“, gab Bubenheim zu Protokoll. „Es ist meine erste Blaue Karte und auch Rote Karte“, bedauerte Bubenheim seine Kurzschlussreaktion. Auch für Schindehütte war es eine „dumme Sache“, die ihm leid tue. „Ich habe meinen Fehler sofort eingesehen und mich unmittelbar nach dem Schlusspfiff bei dem Wolfhager Spieler entschuldigt.“

Vor dem Duell gab es eine Schweigeminute für Margot Rode

Wesentlich ruhiger ging es vor dem Nachbarschaftsduell zu. Es gab eine Gedenkminute für die im Alter von 94 Jahren verstorbene Margot Rode, die ein echtes Zierenberger Handball-Urgestein war.

Beide Mannschaften starteten motiviert in die Partie. Die Gastgeber erzielten durch Benjamin Rode und Dennis Schindehütte die ersten beiden Tore. Erst in der siebten Minute gelang Yannick Schrottenbaum der erste Treffer für die Gäste.

Wenig später erhöhte der HSC auf 5:2, gab diesen Vorsprung aber wieder her. Erneut gelang es Zierenberg, sich durch erfolgreiche Tempogegenstöße auf drei Tore abzusetzen. Auch diesen Rückstand konnten die Gäste aufholen und mit einem Gleichstand in die Pause gehen.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie sehr ausgeglichen

Nach dem Seitenwechsel verlief das Kreisduell mit wechselnden Führungen sehr ausgeglichen. Jonas von Dalwig und Paul Tarnow warfen erstmals eine Zwei-Tore-Führung für Hoof/Sand/Wolfhagen heraus. Die Gäste waren jedoch im letzten Drittel der Partie im Angriff zu harmlos und blieben im Positionsspiel häufig an der HSC-Abwehr hängen oder scheiterten am gut aufgelegten Torhüter Jens Rudolph.

Die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Hübner drehte zwischen der 42. und 49. Minute den Rückstand in eine 20:18-Führung. Tarnow per Siebenmeter und Jonas von Dalwig konnten jeweils auf ein Tor verkürzen, ehe Marcel Kunz und Jesper Stiegenroth in Überzahl auf 23:20 erhöhten.

Nach der Rudelbildung lief das Spiel noch weiter – mit besserem Ende für Zierenberg

Nach der Rudelbildung traf Routinier Mario Verch zum 27:22 für den HSC, der sich damit für die 21:23-Hinspielniederlage revanchierte und den Aufsteiger in der Tabelle überholte.

„Es war kein gutes Spiel und ein teuer erkaufter Sieg,“ bilanzierte Zierenbergs Coach Hübner. Sein Gegenüber Daniel Schmidt war trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Dafür, dass uns mehrere Spieler gefehlt haben, haben wir uns ganz ordentlich verkauft. In der Schlussphase konnten wir uns vorne nicht mehr richtig durchsetzen.“ (Michael Wepler)

Zierenberg: J. Rudolph, Zimmermann - Schindehütte (4), Feyh, Zöltzer (3), M. Kunz (3), Stiegenroth (2), A. Rudolph (2), Rode (12/4), Spangenberg, Verch (1).

Hoof/Sand/Wolfhagen: Fischer - Siering, Tarnow (4/1), Meyer, Ledderhose, Wietis (2), Schmidt (1), J. von Dalwig (5), Bubenheim, Lattek (5), Schrottenbaum (5).

Zuschauer: 95

Schiedsrichter: Marcus Krause/Maximilian Mergel (HSG Zwehren).

Spielverlauf: 2:1 (7.), 5:2 (15.), 5:5 (18.), 9:6 (22.), 11:9 (25.), 11:12 (31.), 13:12 (34.), 16:18 (42.), 20:18 (50.), 21:20 (51.), 23:20 (53.), 26:22 (58.).

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