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Sinn für Akribie und Gerechtigkeit: Hans-Otto Hartmann ist Zeitnehmer beim Handball

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Von: Martina Sommerlade

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Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Mit Akribie und Sinn für Gerechtigkeit: Hans-Otto Hartmann sitzt seit vielen Jahren am Tisch des Zeitnehmers. © Martina Sommerlade

Was wäre der Sport ohne seine freiwilligen Helfer oder Fans? Sie treiben mit ihrem Engagement die Gesellschaft voran.

Zierenberg – Wir stellen Personen vor, die ihrem Verein sehr verbunden sind. Heute: Hans-Otto Hartmann. In der Zierenberger Sporthalle muss sich Hans-Otto Hartmann keine Gedanken bei der Wahl des Sitzplatzes machen. Denn sein angestammter Platz ist am Zeitnehmertisch. Dort wirkt er bereits seit 2003 als Zeitnehmer und Sekretär.

Ein Amt, das er mit viel Freude und Elan ausfüllt. Und eine Aufgabe, die seinem Naturell entspricht. Als ehemaliger Bankkaufmann fällt dem mittlerweile 65-Jährigen das akribische Vorgehen am Tisch neben dem Spielfeld nicht schwer. Neben Akribie ist dem passionierten Handballer aber auch Gerechtigkeit besonders wichtig. „Ich möchte einfach, dass es möglichst gerecht zugeht“, sagt Hartmann.

Hans-Otto Hartmann ist selbst Handballer gewesen

Das war ihm übrigens schon als Jugendlicher enorm wichtig. Als der in Calden-Ehrsten Aufgewachsene 1970 mit dem Handballsport in seinem damaligen Heimatverein TSV Ehrsten begann, entschied sich der talentierte Rückraumspieler aus diesem Grund kurz danach, auch als Schiedsrichter tätig zu werden.

Als er zehn Jahre später der Liebe wegen nach Zierenberg umzog, blieb er seiner Linie treu. Statt für den TSV wirkte er nun für den HSC Zierenberg – sowohl als Mannschaftsbetreuer und aktiver Spieler als auch als Schiedsrichter. Eine Kombination, über die er rückwirkend ein wenig schmunzelt. „Wer glaubt, dass man als Spieler mit Schiedsrichterschein rücksichtsvoller mit den Unparteiischen vorgeht, täuscht sich. Da ärgert man sich genauso wie jeder andere und regt sich auch mal richtig auf“, erklärt er lachend. Dieses Wissen war dann wiederum hilfreich in seinem Amt als Schiedsrichter. „Ich bin immer gut zurechtgekommen, weil ich mich gut in die Lage der Spieler hinein versetzen konnte.“

Knapp 20 Stunden wöchentlich ist Hartmann bei seinen ehrenamtlichen Aufgaben im Einsatz

Empathie spielte auch in seiner Funktion als Schwerbehinderten-Vertreter bei seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Kasseler Sparkasse, eine wesentliche Rolle. Knapp 15 Jahre bis zu seinem Renteneintritt 2020 hat er in dieser ehrenamtlichen Funktion 85 Personen vertreten.

Über den zeitlichen Aufwand seiner vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten hat sich der engagierte Sportler nie Gedanken gemacht. „Irgendwie hat sich alles so ergeben und ich habe es zeitlich eingerichtet.“ Das gilt für das Wirken als Kassierer des Fördervereins, für den er seit dessen Gründung in 1994 Gelder verwaltet.

Knapp 20 Stunden wöchentlich ist Hartmann bei seinen vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben im Einsatz. Viel Aufhebens macht er darüber nicht. „Es macht ja nicht nur Arbeit, sondern auch Freude, Gutes für die Allgemeinheit zu tun.“ (Martina Sommerlade)

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