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Hoof/Sand/Wolfhagen enttäuscht

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Von: Martina Sommerlade

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Karoline Happe erzielte das erste Tor für die HSG.
Karoline Happe erzielte das erste Tor für die HSG. © Artur Schöneburg

Hoof – Das war deutlich. Mit 25:38 (10:20) unterlagen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen vor heimischem Publikum der SG Kleenheim/Langgöns. Damit wurde der Drittliga-Absteiger seiner Favoritenrolle gerecht. „Wir waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage, den Gästen Paroli zu bieten. Ein großes Kompliment geht an die gegnerische Mannschaft, sie hat verdient gewonnen“, gab ein sichtlich enttäuschter HSG-Coach Chris Ludwig zu Protokoll.

Die Gastgeberinnen fanden nämlich denkbar schlecht ins Spiel und wurden von den schnellen Angriffs-Aktionen der Gäste regelrecht überrollt. So lagen sie bereits nach fünf Minuten mit 0:5 hinten. Anlass für Ludwig, die erste Auszeit zu nehmen und seiner Sieben ins Gewissen zu reden.

Die Ansprache zeigte indes nur mäßigen Erfolg. Nach einem vergebenen Strafwurf (6.) gelang Karoline Happe der erste HSG-Treffer zum 1:7 (8.). Beim 1:10 (9.) erfolgte Ludwigs zweite Auszeit. „Bei meinem Team hat einfach die Grundeinstellung gefehlt. Ich habe eindringlich versucht, an Kampfgeist und Moral zu appellieren. Ganz offensichtlich vergeblich“, fasste Ludwig zusammen.

In einer laut Ludwig „miserablen ersten Halbzeit“ mit Zeitstrafen hüben wie drüben trennten sich die Teams über 5:14 (22.) und 7:18 (25.) mit 10:20 zum Gang in die Kabinen. Nach der Kabinenpredigt von Chris Ludwig erzielten die Gastgeberinnen durch Lea Immelnkämper zwar den ersten Treffer im zweiten Durchgang, schafften es aber nicht, den 10-Tore Rückstand zu verkürzen.

„Es ist enorm schwer, die Motivation hochzuhalten, wenn man so deutlich zurück liegt. Meinem Team hat einfach der unbedingte Wille zum Sieg gefehlt, den die Gäste an den Tag gelegt haben. Kleenheim will wieder aufsteigen und hat in jeder Minute des Spiels Kampfgeist und Moral gezeigt, wir hingegen nicht“ , so Ludwig.

So ließen sich die Gäste denn auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und knackten bereits in der 47. Minute die 30-er Marke. Die drohende deutliche Niederlage konnten die Gastgeberinnen nicht abwenden. „Gegen Kleenheim kann man verlieren, allerdings sollte man sich nach dem Spiel sagen können, dass man alles gegeben hat. Das war heut ganz und gar nicht der Fall.“

Zur Leistung seiner Sieben gebe es nicht viel Positives zu sagen. Einzige Ausnahme sei Anne Eichhofer, die in den letzten Minuten zum Einsatz kam und drei Treffer erzielte. „Ansonsten war die Vorstellung einfach nur enttäuschend. Wir haben all die Spielfreude und den Kampfgeist, der uns zuletzt ausgezeichnet hat, vermissen lassen. Aber vielleicht kam dieser Dämpfer genau zum rechten Zeitpunkt.“

Glücklicherweise habe man einen eng gesteckten Spielplan. „Wir haben nicht viel Zeit, über diese Niederlage nachzudenken.“ Mund abwischen und weitermachen lautet daher die Marschroute. „Wir legen jetzt den Fokus auf den nächsten Spieltag und versuchen, die Niederlage einfach schnell wegzustecken.“ Die HSG steht nun mit 2:4 Punkten auf Tabellenrang fünf. (Martina Sommerlade)

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