Heimische Rallyefahrer vorn

Nörenberg und Kolitsch gewinnen 20. ADAC Rallye Bad Emstal

Schraubenzieher in der Hand: Marcus Kolitsch kontrolliert während einer Pause den Bordcomputer.

Wolfhagen. Axel Nörenberg und Marcus Kolitsch zeigten beim Heimrennen einmal ihre Klasse: Nach 2013 sicherten sie sich wieder den Sieg bei der ADAC Rallye Bad Emstal.

Mit 13,8 Sekunden Vorsprung auf Stefan Göttig und Andreas von Skopnik vom KMCK Kassel konnte die BMW M3 CSL-Besatzung aus Wolfhagen beziehungsweise Schauenburg den Pokalgewinn bei der 20. Auflage feiern.

Auf den dritten Platz fuhren mit 26,7 Sekunden Rückstand die Brüder Patrick und Jannik Eder vom gastgebenden MSC Emstal.

Nicht nur die schnellen Asphaltstrecken, sondern auch das trockene Wetter spielte den Fahrern von zweiradgetriebenen Autos in die Karten, und so war es nicht verwunderlich, dass Nörenbergs Hauptkonkurrenten Göttig/Skopnik und Eder/Eder in ihren allradangetriebenen Mitsubishi EVO nur geringe Aussichten auf den obersten Treppchenplatz hatten.

Keine Verletzten 

Die Vorjahresgewinner der National A, Marco Koch und Stefan Assmann vom ASMC Pohlheim, waren nicht dabei, die Sieger der National B, Michael Bieg und Dieter Voß (Lindlar/Wipperfürth), mussten ihre Chancen auf ein Top-Ergebnis bereits vor dem Rennen begraben. Ihr Mitsubishi Lancer EVO hatte einen Motorschaden und so gingen Bieg/Voß in einem Ersatzfahrzeug, einem BMW 320 IS mit nur 200 PS, an den Start. Dann kam auch noch Pech hinzu. Das erfolgreiche Team aus 2014 schied nach der dritten Wertungsprüfung aus. Laut Organisationsleiterin Nina Becker war die Nationale Rallye 70 von einigen Ausritten und technischen Defekten geprägt. 36 der 88 gestarteten Autos kamen nicht ins Ziel. Einige Rallyeteams parkten ihre Fahrzeuge im Unterholz, Graben oder Feldern, wodurch es zu Verzögerungen kam. „Der Servicewagen musste mehrfach ausrücken,“ erklärte Becker. „Von Verletzungen ist aber nichts bekannt. Alles ging glimpflich ab.“

Für Nörenberg/Kolitsch verlief der Wettbewerb nahezu reibungslos. Lediglich der Anlasser machte Probleme, ansonsten zeigten sie den anderen Rallyeteams auf den 180 Gesamtkilometern die Rückleuchten ihres rund 400 PS starken BMW. Manfred Lengemann von der Rennleitung war mit der 20. Rallye zufrieden: „Die Beteiligung war mit insgesamt 137 Teams überwältigend. Zahlreiche Top-Fahrer waren dabei. Wir haben guten Motorsport gesehen. Auch die Historic Rallye hatte erneut ihren Reiz.“

4000 Besucher 

Und über mangelnde Besucherzahlen konnten sich die Veranstalter nicht beklagen. Rund 4000 Rallyefreunde kamen in die Pommernanlage Wolfhagen, Wenigenhasungen, Balhorn, Elbenberg, Niedenstein und Königsdorf Ring Wolfhagen, um die neun Wertungsprüfungen zu verfolgen. Hinter den Kulissen sorgten über 350 freiweilige Helfer für beste Bedingungen.

www.msc-emstal.de

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